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Range Rover Hybrid SDV6 : Nur eine Meile elektrisch

Range Rover Hybrid unterwegs nach Indien Bild: Hersteller

Land Rover ist zurzeit ganz oben. Die Autos verkaufen sich wie geschnitten Brot. Und jetzt kommt auch noch für rund 120.000 Euro im Frühjahr 2014 der stromernde Range Rover auf den Markt.

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          Land Rover ist zurzeit ganz oben: Die 4×4-Autos mit dem grünen Oval verkaufen sich wie geschnitten Brot, der neue Range Rover Sport steht kurz vor seiner Premiere, und das Flaggschiff der Briten, der Range Rover, kann jetzt auch als Hybrid-Modell bestellt werden. Damit will Land Rover den Anspruch erfüllen, eine echte Premium-Offroad-Marke zu sein.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Für rund 120 000 Euro kommt im Frühjahr 2014 der stromernde Range Rover auf den Markt, bei dem ein Dreiliter-Sechszylinder-Turbodiesel (292 PS/215 kW) mit einem 35-kW-E-Motor kombiniert wird. Ums Schalten kümmert sich eine Achtgang-Automatik von ZF.

          Der neue Range Rover ist einer der wenigen Diesel-Hybride, er lässt sich allerdings nicht an der Steckdose aufladen. Das sei noch in Vorbereitung, sagte Ross McMurren, der bei Land Rover für das Projekt verantwortlich ist. Der Verzicht aufs Laden am Netz bringt freilich Vorteile: Nur 120 Kilogramm Mehrgewicht müssen mitgeschleppt werden, die Lithium-Ionen-Batterie hat jedoch eine Kapazität von nur 1,7 kWh. Das reicht bei rein elektrischem Fahren (bis zu einem Tempo von 48 km/h) maximal für eine Distanz von einer Meile (1,6 Kilometer).

          Sonst arbeiten die Maschinen im Team, die Systemleistung beträgt 340 PS (250 kW), das Drehmoment-Maximum stolze 700 Newtonmeter. Damit müsse man keinen Leistungsvergleich mit einem Achtzylinder scheuen, freut sich McMurren und verweist auf den sehr niedrigen Normverbrauch von 6,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer (169 g/km CO2). Aufs Tempo drücken geht aber auch: In der Spitze sind 218 km/h möglich. Der leichtere und etwas kleinere Range Rover Sport, der ebenfalls noch in den Genuss der Motorenkombination kommt, ist maximal 225 km/h schnell. Vom Nutzraum her ist der Hybrid-Range-Rover identisch mit den anderen Modellen, es gibt keinerlei Abstriche, auch das vollwertige Ersatzrad ist mit dabei. Gleiches gilt für den Range Rover Sport, selbst die Option für 5+2 Sitze bleibt erhalten. Gebaut werden die Hybrid-Versionen auf einer Linie mit den übrigen Range Rovern (und dem Land Rover Discovery) im Stammwerk in Solihull; bislang gibt es nur Prototypen oder Fahrzeuge aus der Vorproduktion.

          Letzte Tests und Erprobungen vor dem Beginn des Serienanlaufs werden noch gefahren. Drei Range Rover Hybrid sind zurzeit auf einer Fernfahrt von Solihull nach Bombay in Indien, das sind mehr als 16 000 Kilometer. Auf einem Zwischenstopp in Berlin bestand die Möglichkeit zum Kennenlernen der Prototypen, inklusive eines Ausritts in das von der Bundeswehr genutzte Gelände in Horstwalde im Süden von Berlin.

          Zwar fehlt dem Getriebe noch etwas Feinschliff, aber sonst überzeugte das Zusammenspiel der Triebwerke. Start-Stopp ist selbstverständlich. Drückt man den „EV“-Schalter, fährt der Range Rover besonders schonend. Abseits der Straßen kann der Range Rover Hybrid alles, was die anderen auch so beeindruckend können, die Bodenfreiheit ist durch die in Stahl eingekapselte Batterie lediglich um elf Millimeter eingeschränkt.

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