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„Wir haben Opel gedreht“ : Rechtslenker-Fahrer aus Liverpool inklusive

Zwei, die sich mögen: Opel-Chef Michael Lohscheller und Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. Bild: EPA

Mit einem Überraschungsgast aus Liverpool eröffnet der Rüsselsheimer Autobauer Opel seinen Stand auf der IAA. Der Chef verströmt ausdrücklich gute Laune, spricht von Teamsport – und geizt mit Zahlen.

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          Während auf der LED-Wand die Uhr läuft, steht der Mann mit dem Zahnpasta-Lachen auf der Treppe. Sie führt hinauf zu jenem Teil des Messestands von Opel auf der IAA, den nicht jeder x-beliebige Besucher sehen kann. Der Mann mit dem Zahnpasta-Lachen aber schon. Ihn hat so mancher Mainz-05- und BVB-Fan ins Herz geschlossen. Und für den Autobauer aus Rüsselsheim ist er das, was gemeinhin als Sympathieträger bezeichnet wird. Zumal er für Siegermentalität steht.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Schon deshalb fügt es sich, dass Jürgen Klopp als Überraschungsgast zur Eröffnung des Stands der Marke mit dem Blitz nach Frankfurt gekommen ist. Locker in dunklen Jeans und ebensolchem Sakko steht der Trainer des FC Liverpool um kurz nach 9 Uhr neben einem auf Hochglanz polierten Corsa-e in Orange, während Opel-Chef Michael Lohscheller wie üblich einen Anzug nebst hellem Hemd und Binder trägt. Manager-Look eben.

          „Dass Du aus Liverpool hergekommen bist“

          Doch übt sich der hochaufgeschossene Marathonmann auch gleich in Lockerheit. Gut geschminkt gegen das grelle Scheinwerferlicht begrüßt er faktisch zuerst das Publikum, um dann zu sagen, er begrüße zuerst den Vorstandschef der Opel-Mutter PSA, Carlos Tavares. Milder Applaus dringt ins Ohr. Doch Lohscheller wendet sich sowieso schnell seinem Gast aus England zu. „Dass Du aus Liverpool hergekommen bist, um den Stand zu eröffnen – große Freude“, sagt Lohscheller lächelnd. Klopp lächelt zurück und lässt zunächst wissen, er habe ja lange in Frankfurt gewohnt und unter den Verkehrsbedingungen in der Stadt gelitten.

          Entkabelt: PSA-Chef Tavares (links), Fußballtrainer Klopp und Opel-Chef Lohscheller (rechts) auf der IAA am Opel-Stand

          Dann aber knüpft er rasch die Verbindung zu Opel. Erzählt von einem kürzlich abgedrehten Spot für den Corsa-e, den Lohscheller und Opel zum „Volkselektroauto“ machen wollen. Spricht von einer „spannenden Phase“ bei dem Autobauer und Werbepartner. Die in einem güldenen Kleid auftretende Moderatorin nimmt den Ball auf und meint, Klopp und Lohscheller hätten ja viel gemeinsam und etwa zwei wahnsinnig erfolgreiche Jahre hinter sich. Opel sei gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg, meint der Vorsitzende der Geschäftsführung. „Wir haben Opel gedreht.“ Er kann auf den überraschend hohen Halbjahresgewinn verweisen. Gleichwohl: Diese Minuten gehören klar der PR.

          „Der einzige Rechtslenker von Opel in England“

          Klopp meint, er spüre förmlich die Weiterentwicklung bei Opel. Er bekennt, seinen Insignia zu lieben. Und meint im Brustton tiefster Überzeugung: „Den einzigen Rechtslenker von Opel in England fahre ich.“ Zu überprüfen ist das zwar nicht, klingt aber gut.

          Besser zu überprüfen sind Zahlen, die Lohscheller nennt. Etwa die 13,6 Millionen Exemplare des Kleinwagens, die Opel seit 1982 gebaut hat. Oder die weniger als 30.000 Euro, die für die neue Elektrovariante fällig sind, Batterie inklusive, anders als bei so manchem Konkurrenten. „Wir denken, das ist Elektromobilität für viele“, sagt Lohscheller. Zu den Bestellzahlen sagt er zur Standeröffnung aber kein Wort. Dafür gibt er den Besuchern, die sich in mehreren Reihen um das Rondell mit dem Corsa-e in Orange gruppieren, eine Denksportaufgabe mit auf den Weg: „Wir gehen back to the roots mit dem Corsa-e.“

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