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Auch Zulieferer spüren Druck : Rhein-Main unter jeder Motorhaube

Fährt auch mit Technik aus Frankfurt: Autonomer Bus von Continental Bild: Helmut Fricke

Der Umbruch in der Autobranche beschäftigt auch die großen Hersteller und vielen Zulieferer, die in Rhein-Main Zehntausende Menschen zählen. Sie alle arbeiten an eigenen Lösungen, um sich umzustellen und die Arbeitsplätze zu erhalten.

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          Für Uwe Hiksch ist die Rechnung ganz einfach. Sicher, es gebe viele Beschäftigte in der Automobilindustrie. Für sie würden sich nach der radikalen Verkehrswende schon Ersatzarbeitsplätze finden, bei der Bahn zum Beispiel, als Servicepersonal oder als Busfahrer. Die würden ja dann zusätzlich benötigt. Das könne er mit einer Studie belegen: „250.000 Arbeitsplätze allein bei der Bahn.“ Sein Beleg: Eine Studie des Freiburger Öko-Instituts namens „Hauptgewinn Zukunft“. Darin ist zwar nur von 207.000 zusätzlichen Jobs insgesamt die Rede, die durch eine Abkehr vom Auto entstünden. Aber sie stammt dafür auch aus dem Jahr 1998, ihre Berechnungsgrundlagen sind sogar noch ein paar Jahre älter. „Beschäftigte aus der Automobilindustrie werden sich unter Umständen mit einem geringeren Einkommen begnügen müssen“, heißt es darin zudem.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hiksch meint das dennoch ernst. Für Samstag hat der Bundesvorstand der Naturfreunde Deutschland die Großdemonstration „#Aussteigen“ angemeldet, mehr als 10.000 Menschen erwartet er dazu aus der ganzen Bundesrepublik. Vor dem Eingang der Internationalen Automobil-Ausstellung wollen sie die Verkehrswende einfordern, weg vom Auto, hin zu Bus und Bahn.

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