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Bürgermeister kritisiert Autoindustrie : Die nicht gehaltene Rede der IAA

  • Aktualisiert am

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) steht nicht auf der Rednerliste der IAA. Bild: Wolfgang Eilmes

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann darf zur Eröffnung der IAA keine Rede halten. Deutliche Worte gegenüber der Autoindustrie findet er trotzdem – auf einem anderen Weg.

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          Zur Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) werden üblicherweise warme Worte gereicht. Bisher durfte sich immer auch der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt in die lange Liste der Redner einreihen. Zur 68. IAA ist vieles anders: Denn in diesem Jahr soll Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann schweigen. Der lässt sich aber nicht das Wort entziehen und hat die Rede kurzerhand auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht – und darin spart er nicht mit Kritik an der Autoindustrie. Unklar ist allerdings, ob diese Rede vor oder nach der Absage seiner Teilnahme verfasst wurde.

          Frankfurt sei zwar stolz darauf, Standort der IAA zu sein, schreibt Feldmann, aber er habe schon vor zwei Jahren an gleicher Stelle einen „Wandel“ gefordert. „Konkret geht es darum, dass Menschen, die sich im guten Glauben ein Auto gekauft haben, nicht auf kaltem Wege durch Fahrverbote enteignet werden.“

          Er fordert eine Autoindustrie, die sich „gesetzeskonform“ verhält und nicht die Verantwortung für die Produkte bei den Verbrauchern ablade. Weiter ist in seinem Redemanuskript zu lesen: „Ich möchte ehrlich sein: Frankfurt braucht mehr Busse und Bahnen, aber nicht mehr SUVs.“

          Schon vor der Veröffentlichung der Rede im Internet waren Gerüchte bekannt geworden, Feldmann, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt GmbH ist, habe eine autokritische Rede im Gepäck. Ein Verbandssprecher sagte am Mittwoch der F.A.Z., es sei  „völlig abwegig“, dass Feldmann deswegen ausgeladen worden sei. Vielmehr sei es dem Verband darum gegangen, die Rednerliste nicht unendlich lang werden zu lassen. Geplant sind am Donnerstag Ansprachen unter anderen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

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