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Zukunft des Autos : Das E-Auto ermöglicht ein neues Design

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Ideen für die Zukunft: So können Elektroautos von morgen aussehen, neu und im Stil der Marken Bild: Hans-Ulrich von Mende

Dem E-Auto wird mehr Aufmerksamkeit und viel mehr Investition zuteil, und die Frage kommt auf: Wie sollen Elektroautos künftig aussehen? Wenn die Zukunft des Autos elektrisch ist, sollte sich auch am Design der Fahrzeuge einiges ändern.

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          Autos mit elektrischem Antrieb gibt es fast so lange wie mit Benzin betriebene Fahrzeuge: Gut 110 Jahre. Der Belgier Camille Jenatzy erreichte schon 1899 stolz aufrecht sitzend in seiner raketenähnlichen Röhre („La Jamais Contente“) auf vier frei stehenden Rädern das damalig Rekordtempo von 105,3 km/h.

          Ferdinand Porsche hatte ein Jahr später für jedes Rad einzelne Radnabenmotoren entwickelt und sie im Lohner-Porsche eingesetzt. Später sind Elektrofahrzeuge im deutschen Alltag als anspruchslos schnurrende Transporter bei der Post, als Gepäckwägelchen auf dem Bahnsteig oder als lautlose Begleiter auf dem Golfplatz nützlich. Jetzt soll sich das ändern. Dem E-Auto wird mehr Aufmerksamkeit und viel mehr Investition zuteil, und die Frage kommt auf: Wie sollen Elektroautos künftig aussehen?

          Bisher gab es in kleiner Serie schon E-Autos, die wie fahrbare Regenmäntel wirkten. Andere näherten sich bereits einem automobilen Auftritt, waren aber im Prinzip den konventionellen Autos verpflichtet. Womöglich wird sich das ändern, wenn die Stromer in größeren Einheiten über die Straßen schnurren: Bis zum Jahr 2020 rechnet Bosch mit einem Marktanteil in Deutschland von 0,4 Prozent. Berger Consultants ist optimistischer und setzt auf eine Vorgabe von bis zu zehn Prozent.

          Der kalifornische Tesla ist in Deutschland angekommen

          Schon heute steht ein 130.000-Euro-Renner bereit. Der kalifornische Tesla ist in Deutschland angekommen. Aber er fährt im Kleid eines Lotus-Sportwagens. Das hat sich schon in der Vergangenheit als nicht wirklich alltagstauglich erwiesen, jedenfalls fällt der elektrische Antrieb im Tesla nicht auf: Er wirkt wie ein Sportwagen und schmückt sich mit Details, die er für seine Technik nicht benötigte. Ehrliches Design sieht anders aus. Was also kann ein Elektroauto unterscheidbar und attraktiv machen? Wie sollte ein E-Design aussehen, das nicht den Mangel und die Freudlosigkeit begrenzter Reichweite und geringer Leistung zum Ausdruck bringt, sondern den neuen Spaß am lautlosen Spurten? Und am emissionsfreien Betrieb, dort wo das E-Mobil unterwegs ist?

          Aus der E-Technik ergeben sich für das Design Vor- und Nachteile: Positiv zu sehen ist die kompakte Bauform der Elektromotoren. Deshalb könnte bei einem Fronteinbau zum Antrieb der Vorderräder die Fronthaube sehr flach gestaltet sein und niedrig liegen. Öffnungen im Bug wären nur noch nötig für Klimaanlage, die Bremsen und in kleineren Dimensionen zur Kühlung des E-Antriebs. Das wird die Windschnittigkeit verbessern und den Luftwiderstand verringern.

          Die Batteriepackung lastet zur Zeit noch auf dem Rücken der E-Autofahrer

          Schwieriger, aber nicht aussichtslos wird es bei der Unterbringung der Batterien mit ihrem Volumen und ihrem Gewicht. Zur Zeit wird auch an Tauschmöglichkeiten für die entladene Batterie-Einheit gedacht. Auch darauf müsste ein E-Design dann Rücksicht nehmen. Die Batteriepackung lastet zur Zeit noch auf dem Rücken der E-Autofahrer: das Päckchen kann noch leichter und auch kleiner werden. Immerhin schleppt selbst der überall als stromerndes Vorbild gefeierte Tesla ein Gewicht von etwa 1520 Kilo mit sich herum, seine Mutterversion, nämlich der von einem relativ kleinen Vierzylinder befeuerte Lotus Elise, bringt nur rund 860 Kilo auf die Waage. Die Batterien des Tesla wiegen etwa 450 Kilo: Sie sind zur Zeit noch die Achillesferse des E-Autos. Zur Unterbringung bietet sich der Fahrzeugboden an. Bei E-Autos, die aus konventionellen Mobilen entstanden sind, hocken die Energiespeicher hinter den Vordersitzen: Der im großen Feldversuch laufende Mini E mutiert somit zum Zweisitzer. Das Design könnte aber in neuartigen Limousinen mit einem hohen Heck die Unterbringung der Batterien erleichtern.

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