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Kurz vor der IAA : Wann beginnt die Zukunft des E-Mobils?

Opels Hoffnung: Der Ampera, rechts der fahrfähige Versuchsträger Bild: Hersteller

Nächste Woche beginnt die Automobil-Ausstellung in Frankfurt. Geredet wird vor dem Start aber fast nur über die Autos, die (auch) elektrisch fahren können. Allem Anschein nach steht der Durchbruch des E-Autos kurz bevor.

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          Ja, es werden auch noch herkömmliche Autos auf der IAA gezeigt, die für das Publikum am Donnerstag, dem 17. September, beginnt. Die überwältigende Mehrzahl der präsentierten Fahrzeuge wird einen Verbrennungsmotor unter der Haube haben. Geredet wird vor dem Start aber fast nur über die Autos, die (auch) elektrisch fahren können. Allem Anschein nach steht der Durchbruch des E-Autos kurz bevor.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Opel setzt alles daran, in zwei Jahren auf der IAA den serienreifen Ampera zeigen zu können, ein vollwertiges, viersitziges Elektroauto, das als Erstwagen taugt. Gewiss habe man ehrgeizige Pläne, sagt Gherardo Corsini, der bei Opel für die Entwicklung des Ampera verantwortlich zeichnet, doch man sei voll im Zeitplan und erprobe gerade die Technik des Ampera (der in Amerika als Chevrolet Volt auf den Markt kommen soll) in einem Versuchsträger.

          Im rein elektrischen Betrieb eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern

          Ein reines Elektroauto ist der Ampera aber nicht. Wohl fährt er ausschließlich mit der Kraft eines E-Motors von bis zu 111 kW (150 PS), hat im rein elektrischen Betrieb eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern, doch bei leerer Batterie springt ein 1,4-Liter-Vierzylindermotor an (aus dem Corsa, 55 kW/75 PS), der dann als Generator dient. Er läuft praktisch immer mit der gleichen Drehzahl nahe dem sogenannten „Bestpunkt“, das heißt, die Energie, die im Benzin steckt, wird so gut wie möglich genutzt.

          Allerdings lädt der Verbrennungsmotor die Batterie nicht, das muss an der gewöhnlichen Haushaltssteckdose geschehen. Die Lithium-Ionen-Zellen, die sozusagen im „Mitteltunnel“ stecken, sind in drei Stunden wieder voll. Das erachtet Opel als kurz genug; eine Booster-Ladung in weniger Zeit mit Starkstrom möglich zu machen würde nur die Kosten unnötig in die Höhe treiben. Dass es nur drei Stunden sind, liegt daran, dass die 180 Kilo schwere Batterie „nur“ 16 Kilowattstunden Leistung hat, von denen jedoch nur immer acht abgefordert werden können. Der Rest ist Reserve, außerdem verlängert es die Lebensdauer deutlich, wenn der Stromspeicher nicht immer völlig leergesaugt wird. Opel verspricht, dass die Batterie ein Autoleben lang hält (240000 Kilometer). Die Batterien baut Opel selbst (in Mainz-Kastel), die Zellen liefert ein Unternehmen aus Südkorea. Man möchte das Know-how selbst in der Hand haben, heißt es.

          Erste Probefahrt im Versuchsträger

          Der Ampera ist maximal 160 km/h schnell, möglich wären aber weit mehr als 200 km/h aufgrund eines Cw-Werts von weniger als 0,26. Der Wagen fährt immer vollelektrisch los, der Motor startet erst, wenn die Batterie leer ist. Weil das bei einem Stadtauto bedeuten kann, dass das Triebwerk monatelang nicht läuft, wird die Maschine zu „Wartungszwecken“ gelegentlich für kurze Zeit anspringen.

          Bei einer ersten Probefahrt im Versuchsträger (auf Basis des Chevrolet Cruze) zeigte sich der E-Motor als kraftvoller Bursche. Alles fühlte sich wie in einem herkömmlichen Auto an, nur dass es keine Motorgeräusche gab. Das E-Mobil sei die Zukunft, meint Corsini. Nur wisse man nicht, wann sie beginne. Vielleicht auf der IAA 2009.

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