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Tech-Talk : Herbst in Paris

  • -Aktualisiert am

Am Donnerstag beginnt in Paris mit der „Mondial“ die wichtigste französische Automesse. Peugeot, Citroën und Renault nutzen ihr Heimspiel, doch fehlen immer mehr Aussteller.

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          Am Donnerstag beginnt in Paris mit der „Mondial“ die wichtigste französische Automesse, die stets im Wechsel mit der Frankfurter IAA stattfindet. Noch bis Sonntag, dem 14. Oktober, dauert das Stelldichein an der Porte de Versailles, das auch Motorräder umfasst. In Zeiten der Diesel-Diskussion tut etwas Ablenkung gut. Und auf den ersten Blick sieht es so aus, als könne man zur Tagesordnung übergehen. Peugeot, Citroën und Renault nutzen ihr Heimspiel, um richtig aufzutrumpfen mit Studien und anderen Neuheiten, die neue, schneidige Renault-Marke Alpine nicht zu vergessen. Mercedes-Benz zeigt die neue A-Klasse als Stufenheckmodell, BMW hat den brandneuen Z4 dabei, und Toyota feiert das Comeback des Corolla.

          Doch auch die Mondial hat die Krankheit, die inzwischen alle Automessen mehr oder weniger haben: Es fehlen immer mehr Aussteller. In Paris schwänzen wirklich spürbar viele, und erstmals auch Massenhersteller. Volkswagen ist nicht da, Ford auch nicht. Und das Fernbleiben von Opel ist besonders pikant, da die Rüsselsheimer jetzt zum PSA-Konzern gehören und sich nicht in der neuen Heimat präsentieren dürfen. Daheim bleiben zudem nicht nur Volvo, Nissan, Fiat, Alfa Romeo, Jeep, Mini, Mazda und Mitsubishi. Auch Nobelmarken, die für das Publikum wichtig sind, werden immer weniger. So ist Rolls-Royce nicht vertreten, ebenso wenig Bentley. Für Aston Martin und Lamborghini übernehmen Pariser Händler, auch Lotus behilft sich so.

          Ein Lichtblick ist Tesla, die sich auf europäischen Messen sonst rarmachen, jetzt aber auf das Model 3 setzen. Bald ist es so weit, dass aufgezählt werden muss, wer sonst noch kommt. In Paris sind es Audi, Seat, Škoda, Maserati, Ferrari, Porsche, Jaguar, Land Rover, Lexus, Infiniti, Isuzu, Kia, Hyundai, Honda, Smart, Suzuki und Dacia. Wenn sich die Messen nicht neue Konzepte überlegen, könnte Paris 2018 der Anfang vom Ende gewesen sein. Die Standmieten zu reduzieren wird nicht ausreichen.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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