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Michael Spehr (misp.)

Tech-Talk : Hacker für 1 Cent

  • -Aktualisiert am

Wo sitzen die gefährlichsten Hacker der Welt? Meist nicht dort, wo man sie vermutet. Eine Spurensuche über die IP-Adressen.

          1 Min.

          Hacker sind gewiefte Kerle, die mit viel Know-how gefährliche Angriffe auf die IT-Systeme dieser Welt fahren. Außerdem tragen sie stets einen Kapuzenpulli und häufig sogar eine Gesichtsmaske, wegen der Kamera im Notebook. Während Zehntausende von Codezeilen über den Bildschirm huschen, erkennen sie blitzschnell mögliche Angriffsziele und schlagen dann unerbittlich zu. Wer selbst eine Internetdomain verwaltet, kann Hackerangriffe schon auf der kleinsten, unbedeutendsten Seite in Echtzeit sehen. Jeden Tag ein halbes Dutzend Versuche, sich als Administrator anzumelden.

          Die IP-Adressen geben Aufschluss, woher die Angriffe kommen: aus Nordafrika, aus Asien, aus Südamerika. Es sind die Ärmsten der Armen, die tagelang über ihrem Smartphone oder Rechner hocken, um für kleinste Geldbeträge immer wieder dasselbe zu probieren: sich als Admin anmelden und ein Standardkennwort nach dem anderen ausprobieren. Wenn es klappt, bekommen sie ein paar Cent. Viel können muss man dafür nicht, viel wissen auch nicht. Dieselben Leute verdingen sich ansonsten als zehntausendfache Like-Button-Drücker bei Influencern und gekaufte Twitter-Follower. Kein schöner Gedanke, wenn man sich nach einem erfolgreichen Hackerangriff fragen muss, ob man es dem Täter besonders leicht gemacht hat, weil das Kennwort einfach zu erraten war.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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