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Tech-Talk : Grundversorger

  • -Aktualisiert am

Zu der geschlossenen Front gegen die aktuelle Infektionsgefahr gehören ganz selbstverständlich die von verschiedenster Seite reklamierten Ausnahmen. Zum Beispiel der Fahrradhändler des Vertrauens.

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          Zu der – zumindest verbal – geschlossenen Front gegen die aktuelle Infektionsgefahr gehören ganz selbstverständlich die von verschiedenster Seite reklamierten Ausnahmen. Die vorsichtige Frage in einem dieser für die City typischen Mischbetriebe zwischen Bäckerei und Schnellimbiss, ob hier wie nebenan bei einer ganz ähnlichen Futterkrippe an Schließung gedacht sei, zeitigt in bester Schwälmer Ruppigkeit die Replik: „Wieso denn das, wir sind doch Grundversorgung!“

          Das denkt auf dem Gebiet der Mobilität auch die Fahrradbranche in Gestalt ihrer Spitzen- und Branchenverbände und hat verkündet: „Oberstes Ziel der nächsten Wochen muss es sein, die Verbreitung des Corona-Virus zu bremsen. Wir gehen in der Umsetzung davon aus, dass Fahrradwerkstätten ihre Dienstleistungen weiter anbieten können.“ Ob es tatsächlich so kommen wird und darf, dass „Millionen Menschen . . . in den nächsten Wochen ihr Fahrrad statt Bus und Bahn nutzen“ werden, „da es infektionssicher ist und von jedermann genutzt werden kann“, bleibe mal dahingestellt. Aber wie jedes Jahr werden wieder viele, viele „ihr Rad aus dem Keller holen und es reparieren müssen“. Das ist nur allzu wahr.

          Und so hält auch der Fahrradhändler des Vertrauens die Seitentür zur Werkstatt geöffnet. Der Haupteingang ist mit Flatterband gesperrt, und ein Aushang verweist auf die Einstellung des Verkaufsbetriebs. Dass es drinnen für den, der sein Schrottrad zur Restaurierung gebracht hat, bloß ein paar Schritte in den Showroom mit den neuesten Pedelecs sind, je nun. Und das Flatterband? Freundliche Auskunft: Es stand sowieso der Umbau des Hauptportals an, und das passt nun gerade gut.

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