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Schlusslicht : Gibt’s doch nicht

Hygienisch: Die Maske verschwindet statt einfach in der Hosentasche in einem Transportbehälter. Bild: Hersteller

Es sind die kleinen Ideen, die uns in der Pandemie weiterhelfen. Es gibt sie auch ohne große Fördergelder. Doch gegen politischen Starrsinn hilft das alles nichts.

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          Not macht erfinderisch. In Zeiten der Krise trudeln also beständig Ergebnisse geistiger Anstrengungen bei uns ein – hier Leute, probiert das mal gegen die Pandemie. Von manchem wussten wir bis dahin noch nicht einmal, dass es so etwas gibt, einiges ist sogar nützlich. Zum Beispiel Luftreiniger, UV-Handlampen zum Desinfizieren, Transportbehälter für die Schnüffelbox und kleine Haken, damit man sich die Finger nicht an der Türklinke schmutzig macht – je einfacher, desto besser. Etwas mehr Hygiene täte auch ohne Corona ganz gut, wann hören die Leute endlich auf, einander die Hände zu schütteln? Vorschlag an die Erfinder: Als Ersatz könnte ein freundliches Piepen erklingen. Und ein unfreundliches Knurren, wenn jemand näher herankommt als die magischen anderthalb Meter.

          Lukas Weber

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Was die kleinen Erfinder nicht bekommen, fließt ins Elektroauto. Warum gibt es aber keinen Zuschuss, wenn jemand eine alte Dreckschleuder auf Batteriebetrieb umrüstet? Oder für Elektroroller und -motorräder, die verbrauchen doch noch weniger? Fragen über Fragen und zum Schluss eine an alle, die für Motorräder Fahrverbote an Wochenenden fordern, weil sie sich vom Lärm belästigt fühlen: Sollen die dann auch für die Elektrischen gelten?

          Zurück zur Seuche. Sie wütet dort am schlimmsten, wo Despoten oder eitle Narren an der Macht sind, so wie Trump, Erdogan, Bolsonaro, Putin, Johnson, die Liste ließe sich fortsetzen. Sämtliche nordeuropäischen Länder (außer Schweden), Taiwan, Neuseeland und Deutschland kommen vergleichsweise gut weg, dort regieren fähige Frauen. Wer sich darüber aufregt, wenn sie dringend empfehlen, in der Öffentlichkeit ein Stück Tuch vor dem Mund zu tragen, muss sich fragen lassen, ob er lieber unter den genannten Herren leben möchte.

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