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Fiat 850 : Der vergessene Italiener

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Über manche Autos spricht man nicht mehr. Zum Beispiel der Fiat 850 ist zu Recht in Vergessenheit geraten. Fiat konnte mit ihm nur wenig Spaß verbreiten.

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          Die Nudel hat es besser. Sie bleibt immer in aller Munde. Über manche Autos aber spricht man nicht mehr. Zum Beispiel der Fiat 850 ist zu Recht in Vergessenheit geraten. In Italien war Fiat Ende der sechziger und zum Beginn der siebziger Jahre auf einen Marktanteil von 63 Prozent gesunken. Fiat konnte mit veralteten Kleinwagen, wunderbar-seltenen Großautos (Fiat Dino Coupé und Spider, Fiat 130) und tristen Limousinen (Typ 125) nur wenig Spaß verbreiten. Der 850 als Nachfolger des 600er war schon bei seiner Premiere 1964 ein automobiler Greis.

          Unter einer briefkastenähnlichen Klappe im Heck kauerte der betagte, auf 843 Kubik gebrachte, wassergekühlte Vierzylinder: „Wenn Sie bei 115 ein Fiat 850 überholt, ist das sozusagen sein verbrieftes Recht.“ Damit spielte die Werbung im Jahr 1965 auf den VW Käfer an, der koboldähnliche Fiat rannte immerhin 127 km/h. Die Radaufhängung des 850 hatte sich jene des damaligen 500ers zum Vorbild genommen. Das Ergebnis waren dubiose Fahreigenschaften mit abruptem Wechsel vom Unter- zum Übersteuern. Aufwärts ging es mit Fiat etwas später durch 128 und 127, und in der Erinnerung lebt der 850 nur wegen seiner Coupé und Spider-Versionen. Schön wie Fusilli und Farfalle.

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