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Farbenlehre : Mausgrau als Serienfarbe

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Das Leben ist bunt. Deshalb mag es verwundern, wie schwarz und grau unsere Autowelt ist. Offenbar traut sich niemand an grelle Farben heran.

          Das Leben ist bunt. Deshalb mag es verwundern, wie schwarz und grau unsere Autowelt ist. Offenbar traut sich niemand an grelle Farben heran, der Wiederverkaufswert könnte darunter leiden. Loriots Ödipussi würde bemerken: „Da haben Sie 28 Grautöne in jeder Qualität, da werden Sie bestimmt zufrieden sein: Mausgrau, Staubgrau, Aschgrau.“ Insofern erweist sich VW mit dem Golf als Trendsetter, denn die Wolfsburger bieten Mausgrau als Serienfarbe an - als einzige ohne Aufpreis. Für jeden anderen Ton sind mindestens 140 Euro zusätzlich anzulegen. Das Magerangebot ist in Mode. Mercedes-Benz offeriert für die C-Klasse zwei Farben ohne Aufpreis, Einfachschwarz und Blassweiß, alle anderen erfordern mindestens 928 Euro.

          Bei Opel gibt es für den Corsa Gelb und Blau inklusive, für mehr Sexappeal sind mindestens 150 Euro zusätzlich zu überweisen. Der Shooting Star der vergangenen Jahre freilich ist Weiß, einst abgeschrieben und nun wieder obenauf in allen möglichen Schattierungen von Metallic bis Perleffekt. So gilt ein Lob Citroën, deren kecker Cactus als einzig aufpreisfreie Farbe Weiß trägt - darin sieht er ohnehin am besten aus. Aber es gibt nichts, was es nicht gibt. Undenkbares macht jetzt Śkoda möglich. Den neuen Fabia gibt es serienreif nur in Ödblau, selbst Weiß kostet 150 Euro extra. Das treibt einen doch zur Weißglut.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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