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Tech-Talk : Druckvoll

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Jetzt ist genau die richtige Zeit, um sich einen perfekt passenden Fahrradsattel zu verschaffen. Doch die reiche Auswahl täuscht gründlich.

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          Jetzt ist genau die richtige Zeit! Nämlich, um sich einen perfekt passenden Fahrradsattel zu verschaffen. Schließlich ist das Radeln nicht nur eine Sache von Hand und Fuß, sondern gerade der dritte Kontaktpunkt verdirbt so vielen alle Freude an der Sache. Dieser Pein wollen Industrie und Handel mit einer schier überwältigenden Vielfalt abhelfen.

          Doch die reiche Auswahl täuscht gründlich. Zwar kann man seine Sitzhöcker vermessen lassen, mit Wellpappe oder elektronisch zu einem Druckbild seines Allerwertesten gelangen, um schließlich den einzigen anatomisch richtigen Sattel zu finden. In den lassen sich womöglich noch farbcodiert verschiedene Härte bietende Elastomere einsetzen, vom gradgenau eingestellten Winkel und der um Millimeter vor und zurück geschobenen Sattelnase ganz zu schweigen.

          Dieser Aufwand erscheint kaum größer und langwieriger als bei dem für notorisch unpraktisch gehaltenen Ledersattel. Allein die lange Leidenszeit schreckt ab, bis er „eingeritten“ ist, sprich das Leder weich gewalkt sich der Körperkontur angepasst hat. Dabei ist es so einfach, und zwar gerade jetzt: In der Fabrik haben Feuchtigkeit, Druck und trocknende Wärme dem Leder seine Grundform gegeben, dieselben Zutaten sorgen für perfekte Passform.

          Ungeschützt lässt man das teure Stück eine Gewitternacht lang draußen stehen. Und wenn die Sonne am nächsten Morgen wieder sticht, genügt eine kleine Tour. Statt tausend trockenen Kilometern, die das harte Leder kaum erweichen können, formen zwei Stündchen unter einer Hose, auf die es nicht sonderlich ankommen darf, eine himmlisch bequeme Sitzschale. Für die gilt dann wieder die Regel: vor (zu viel) Nässe schützen.

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