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Frank-Holger Appel (hap.)

Europäische Autoindustrie : Zeit für Lob

  • -Aktualisiert am

Behielt recht: Jean-Philippe Imparato Bild: AP

Peugeot, Opel, VW, BMW weisen den Weg zu sauberer Mobilität. Sage nochmal einer, die europäische Autoindustrie verschlafe jede Entwicklung. Es ist vielmehr höchste Zeit für neue Anerkennung.

          1 Min.

          Anfang 2019 präsentierte Jean-Philippe Imparato der Jury des wichtigsten europäischen Automobilpreises „Car of the year“ seine Strategie. Der Vorsitzende der französischen Marke Peugeot wies einen Weg in die Zukunft, vor allem aber war er sicher: „Niemand wird 2021 an die EU Strafe bezahlen wegen Überschreitung der CO2-Grenzen. Wir nicht, aber ich denke, niemand wird bezahlen.“ Weil alle die Grenzwerte schaffen, die unter Anpassungsklauseln 95 Gramm CO2/km im Durchschnitt der Flotte vorgeben. Was Imparato zwei Jahre vorher zu wissen glaubte, wird nun in wenigen Wochen abgerechnet.

          Und es sieht so aus, als behalte der Mann recht. Der französische PSA-Konzern mit seiner deutschen Tochtergesellschaft Opel erreicht die Ziele nach eigenen Angaben sicher. Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess sagte diese Woche, VW habe mit den härteren Abgasgrenzwerten zu kämpfen, sei aber zuversichtlich bezüglich eines Endspurts und „nur noch ein Gramm oder so“ entfernt. Der Vorstandsvorsitzende von BMW, Oliver Zipse, machte während des Zwischenberichts deutlich, dass der bayerische Hersteller einen sicheren Zieleinlauf vor Augen habe, und zeigte noch mal die Dimension auf. Allein in diesem Jahr unterschreitet BMW seinen Flottenwert aus dem Jahr 2019 um rund 20 Prozent. Mit Elektroautos, die bis zu 600 Kilometer Reichweite haben, will BMW künftige, noch schärfere CO2-Ziele angehen.

          Und mit immer saubereren Benzinern und Dieseln für jene Menschen, die bis auf weiteres einen solchen Antrieb bevorzugen oder für ihr Leben brauchen. Bis 2025 investiert allein BMW 30 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Sage noch mal einer, die europäische Autoindustrie verschlafe jede Herausforderung. Es ist vielmehr Zeit für neue Anerkennung.

          Holger Appel
          (hap.), Technik & Motor, Wirtschaft

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