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Tech-Talk : Es kann so einfach sein

  • -Aktualisiert am

Übernachten im Bushäuschen, Trinken aus der Konservendose: Der Outdoor-Mensch legt die Kunstfaser ab und sucht die Einfachheit.

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          Der technisch hochgerüstet ins Abenteuer aufbrechende Freizeitmensch scheint aus der Mode zu kommen. Wenn Hinz und Kunz eine Landyacht mit Satellitenschüssel vor der Haustür stehen haben, kommt die Lust an neuer Einfachheit auf. Statt der Rekordtour mit dem Rennrad und Motorhome-Begleitung ist Querfeldein mit Selbstversorgung angesagt, Übernachtung neben dem braven Mountainbike unter freiem Himmel, hilfsweise in einem einsamen Bushäuschen.

          Liegt es daran, dass – aus vielerlei Gründen – derzeit der Rennsteig verlockender als der mittlere Amazonas erscheint? Hängt den in Merinowolle statt Kunstfaser gekleideten Naturburschen einfach die Astronautennahrung aus dem Halse heraus, dieses luftgetrocknete Bœuf Stroganoff und der Merlot im Aufgussbeutel?

          Am offenen Campfire wird gebrutzelt, der teure Allstoff-Kocher bleibt zu Hause wie das auf mancher Reise bewährte Kochgeschirr aus Titan. Der wahre Crack macht sich, das ist einem Fachblatt für die letzte Outdoor-Mode zu ­entnehmen, seinen Trinkbecher selbst: leere ­Konservendose, Ta­schenmesser, Schmir­gelpapier, ein paar Tannenästlein und etwas feste Schnur, ­fertig. Was Uropa aus Konservendosen baute, sei stillschweigend übergangen. Ihren Charme entwickelt die schicke Dürftigkeit nur vor dem Hintergrund von Überfluss.

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