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Tech-Talk : Es geschah im Hotel

  • -Aktualisiert am

Die Datenschutzgrundverordnung sieht vor, dass die Weitergabe der eigenen Daten nur nach vorheriger Zustimmung erfolgen kann. Doch die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

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          Wer die Osterfeiertage für einen Kurzurlaub nutzte, mochte sich gern einige Gedanken dazu machen, welche persönlichen Daten das Hotel beim Einchecken erfasst hat. Nicht nur den Wohnsitz und andere Angaben, um deren Preisgabe man aus melderechtlichen Gründen nicht herumkommt. Den Pass oder Personalausweis will das Hotel ebenfalls sehen, gegebenenfalls wird das amtliche Dokument sogar kopiert.

          Ohne Vorlage einer Kreditkarte kann man in den meisten Hotels dieser Welt nicht mehr einchecken. Es wird eine Vorabgebühr von 150 oder 200 Euro reserviert. Meist wird man auch genötigt, seine Handy-Nummer anzugeben und eine E-Mail-Adresse.

          Nun darf man sich in Europa über die strengen Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung freuen. Die Weitergabe der eigenen Daten kann damit nur nach vorheriger Zustimmung erfolgen. Doch die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Zwei Drittel aller Hotels geben nach einer Untersuchung von Symantec ihre Gästedaten weiter. 1500 Hotels aus 54 Ländern wurden untersucht. Persönliche Daten werden mit Werbetreibenden und Marktforschungsunternehmen geteilt. Wo immer es geht, sei man also sparsam mit seinen Daten oder subversiv und gebe bewusst falsche an.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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