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Von Stuttgart nach Zagreb : Tour im Taycan

  • -Aktualisiert am

Statt sich an der Landschaft oder der Ruhe beim Reisen zu erfreuen... Bild: Geiger

Mit dem elektrischen Porsche von Stuttgart nach Zagreb. Geht das? Ja, das geht. Aber die Zugeständnisse sind groß, die Kosten hoch, der Spaß gering.

          4 Min.

          Folgt man der öffentlichen Stimmungslage, ist mittlerweile alles super mit der Elektromobilität. Die Auswahl an Autos wächst, die Reichweite ebenso, und auch die Zahl der Ladesäulen steigt. Doch es braucht nur eine längere Fahrt, um die Grenzen des Machbaren aufzuzeigen. Denn so gut Elektroautos im urbanen Umfeld und in geregelten Abläufen funktionieren mögen, so schwierig wird es auf längeren Strecken, selbst wenn der Testwagen ein Porsche Taycan ist und eine WLTP-Normreichweite von 484 Kilometern hat. Von Stuttgart über München nach Zagreb – gute 800 Kilometer in zwei Tagen sind auf der Autobahn keine Seltenheit, doch auf der Electric Avenue wird daraus eine schwierige Schnitzeljagd.

          Schon der Prolog öffnet die Augen. Die Autobahn von Stuttgart nach München ist an diesem Sonntagnachmittag leer, und Tempolimits sind rar: Was für die meisten Porsche-Fahrer ein Traum ist, wird im Taycan zu einer Übung in Selbstbeherrschung. Schon in Kirchheim unter Teck wird klar, dass München mit einer Reisegeschwindigkeit von 170 km/h nicht zu erreichen ist. Und wenn wir noch einmal mit Bleifuß fahren, wird es schon bis Augsburg knapp. Während Polo & Co links am Porsche vorbeiziehen, geht es auf der rechten Spur mit Richtgeschwindigkeit weiter nach München, die erste Stunde ist auf den Verbrennungsmotor schon verloren.

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