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Opel Vivaro : Zum E kommt noch H2

Leasen, nicht kaufen: H2-Vivaro Bild: Hersteller

Elektrische Lieferwagen sind groß in Mode. Opel baut jetzt für den Stellantis-Konzern den elektrischen Vivaro zum Brennstoffzellen-Fahrzeug um. Gefahren wird mit Wasserstoff, der getankt werden kann wie Benzin.

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          Die Elektromobilität greift allmählich auch in der Welt der leichten Nutzfahrzeuge um sich. Nahezu sämtliche Anbieter von Lieferwagen für die „letzte Meile“ sind im Markt präsent, wie in „Technik und Motor“ vergangene Woche berichtet. Opel bietet zum Beispiel schon länger den elektrischen Vivaro an, der zudem schon Gast in der Redaktion war und auch an kalten Tagen eine Reichweite von knapp 300 Kilometern erreichte.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Jetzt hat Opel dieses Fahrzeug auf Brennstoffzelle umgerüstet und bietet es in Kleinserie an. Produziert wird der Wagen in Rüsselsheim, und weil Opel inzwischen zum Stellantis-Konzern gehört, wird es zudem Versionen mit Citroën- oder Peugeot-Emblem geben. Im Fall der reinen Elektriker (und Dieselfahrzeuge) ist das nicht anders.

          In einer Brennstoffzelle wird, vereinfacht gesagt, Wasserstoff (H2) mit der Umgebungsluft fusioniert, daraus entsteht Strom, der dem Antrieb dient. Jedes H2-Auto ist also auch ein Elektroauto. Im H2-Vivaro treten drei Wasserstofftanks mit zusammen 4,4 Kilo Fassungsvermögen an die Stelle der Akkus, die Brennstoffzelle selbst wird vorn im Motorraum untergebracht. Eine Pufferbatterie ist stets nötig, sie kommt unter die Sitze. Mit 10,5 kWh ist sie besonders groß und kann sogar separat geladen werden, sodass ohne Wasserstoff eine Reichweite von knapp 50 Kilometern gegeben ist.

          Im H2-Vivaro treten drei Wasserstofftanks mit zusammen 4,4 Kilo Fassungsvermögen an die Stelle der Akkus. Bilderstrecke
          Brennstoffzelle : Opel Vivaro

          H2 kann im Prinzip so schnell wie Benzin getankt werden, das Tankstellennetz in Deutschland ist mit zurzeit 95 Stationen freilich noch dünn. Opel gibt die Reichweite mit 350 Kilometer an. Dass zur Not auch Strom pur geladen werden kann, ist gewiss ein Vorteil. Der Elektromotor ist der gleiche wie im Stromer, er liefert 100 kW, also 136 PS. Die erzielbare Höchstgeschwindigkeit ist auf 110 km/h limitiert. Im Angebot sind zwei Längen, 5 und 5,30 Meter. Zuladen darf man eine Tonne, 250 Kilo mehr als im E-Vivaro. Wer lautlos liefern will: Der H2-Vivaro kann nur geleast werden, 700 Euro beträgt die Rate unter Berücksichtigung der staatlichen Förderung.

          Wasserstoff kostet zurzeit rund 13 Euro je Kilo, bei einem Verbrauch von 1,3 Kilo auf 100 Kilometer ergäbe sich momentan ein Vorteil gegenüber dem Betrieb mit Dieselkraftstoff. Die Ladekapazität in Litern entspricht den konventionellen Modellen, die zulässige Anhängelast ist mit einer Tonne angegeben.

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