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Neue Tesla-Modelle : Sicherer als Volvo und schneller als Porsche

Teslas Model S Bild: Tesla

Tesla überarbeitet nach fast zehn Jahren erstmals das Model S sowie das drei Jahre jüngere SUV X. Beide kommen jetzt als Plaid mit mehr als 1000 PS. Die Reichweite beträgt jeweils mehr als 500 Kilometer.

          2 Min.

          Fast zehn Jahre ist es nun schon her, dass das Tesla Model S sich anschickte, den Automobilbau zu revolutionieren. Zweifel, dass der Elektromobilität die Zukunft gehört, haben nur noch wenige, ob mit Wasserstoff als Energieträger oder eben mit Batterien, wird sich noch zeigen.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Jetzt hat Tesla das Model S erstmals seit dem Start 2013 gründlich überarbeitet, was auch auf das drei Jahre jüngere Model X zutrifft. In Deutschland stand das SUV mit den hinteren Flügeltüren in dem ganzen Tesla-Hype immer etwas im Abseits.

          Jetzt aber sind die ersten Kundenauslieferungen der neuen Autos für November und Dezember vorgesehen, die virtuellen Bestellbücher für die Plaid-Modelle sind eröffnet. Tesla bezeichnet Plaid als die umfangreichste Überarbeitung in der bisherigen Modellgeschichte von S und X. Es gibt ein neues Interieur, neue Antriebsstränge, neue Thermalsysteme, neue Elektronik und ein neues Chassis. Tesla schwärmt von sich: „In Kombination mit der stark verbesserten Produktionsweise, einem reduzierten Gewicht und einer überarbeiteten, jedoch gleichermaßen ikonischen Außenoptik, liefern beide Fahrzeuge ein ganz neues Niveau hinsichtlich Luxus, Technologie und natürlich Leistungsfähigkeit.“

          Beim S geht es jetzt um eine geschätzte Reichweite von 600 Kilometern, die 100-kWh-Batterie wurde optimiert und lässt sich in 15 Minuten am Tesla-Supercharger für weitere 300 Kilometer Fahrt fit machen. In nur 2,1 Sekunden soll der Standardsprint von 0 auf 100 km/h erledigt sein, kein Wunder bei 1020 PS Nennleistung und einem ebenfalls vierstelligen maximalen Drehmoment. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit beträgt 322 km/h, es ist jedoch zu erwarten, dass sie limitiert wird.

          Kein Flugzeug: Der neue Tesla hat ein Yoke, ein Lenkrad wie in der Fliegerei. Der 17 Zoll große Monitor steht quer. Bilderstrecke
          Neue Tesla-Modelle : Sicherer als Volvo und schneller als Porsche

          In den Plaid-Modellen kommen gleich drei Elektromotoren zum Einsatz, einer vorn, zwei hinten. Es sind Hochleistungsmotoren mit carbonummantelten Rotoren. An der Hinterachse stecken gleich zwei herkömmliche Model-S-Maschinen, die miteinander verbunden wurden. Der Preis in Deutschland für das Model S Plaid beläuft sich auf stattliche 137.990 Euro. Wem das zu teuer ist: Auch die Basisversionen Model S und Model X Dual Motor mit Allradantrieb werden 2023 erstmalig in Europa ausgeliefert. Jedoch können Fahrzeuge momentan nur reserviert, nicht verbindlich bestellt werden. Für das schwerere Model X Plaid gibt Tesla die Reichweite mit 528 Kilometern an, es dauert zudem eine halbe Sekunde länger, bis aus dem Stand die 100 km/h erreicht sind. Aber 2,6 Sekunden ist immer noch schneller als so ziemlich alles andere, was auf vier Rädern in der Welt unterwegs ist. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 262 km/h angegeben, der Preis für den X liegt bei 140.990 Euro.

          Tesla-Chef Elon Musk hatte bei der Präsentation der Plaid-Modelle, der Name ist übrigens ein Filmzitat („Spaceballs“) und hat nichts mit einer Überwurfdecke zu tun, übermütig davon gesprochen, dass ein Plaid-Modell sicherer als ein Volvo und schneller als ein Porsche sei. Auf dem Nürburgring gilt das aber nur in der Kategorie Elektroauto, da hat er dem Taycan Turbo S den Titel entrissen.

          Für den Kunden am augenfälligsten ist das neue Lenkrad als Steuerknüppel, der 17-Zoll-Schirm steht quer, es gibt zwei Handy-Ladeschalen, die Fondpassagiere werden auch mit einem kleinen Monitor bedacht. Und selbstverständlich ist der Innenraum vegan.

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