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Neue Automarke Piëch : Papa wäre voller Stolz

Starke Schulter: Piëch GT 2 Bild: Piëch

Piëch ist nicht irgendein Start-up. Co-Gründer Toni Piëch, Porsche Urenkel, bringt seinen Namen ein und hat viele Investoren überzeugt. 2024 sollen drei Modelle auf den Markt kommen. Alle fahren rein elektrisch.

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          Start-ups, die mit neuen, elektrischen Autos reüssieren wollen, gibt es einige. Dieses verdient besondere Aufmerksamkeit, nicht nur weil der Ko-Gründer und Porsche-Urenkel Toni Piëch der Namensgeber ist, sondern auch, weil das schweizerische Unternehmen ein profundes, gut zwanzigköpfiges Team auf die Beine gestellt hat, das jetzt nach einem ersten Auftritt vor zweieinhalb Jahren auf dem Genfer Salon einen ersten fahrfähigen Prototyp vorgestellt hat.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          2024 sollen drei Fahrzeugvarianten auf den Markt kommen, ein Sportwagen, intern GT 2 genannt, ein Viersitzer (GT 4) und ein SUV. Geplant wird mit einer jährlichen Stückzahl von insgesamt 10.000 Einheiten, das Gros soll auf das SUV entfallen, gestartet wird mit dem GT 2, der für rund 200.000 Euro in den Showrooms stehen soll. Alle drei Piëch ruhen auf dem gleichen Grundgerüst, die Batterie liegt T-förmig im Mitteltunnel und im Heck, es gibt drei Motoren, einen vorn und zwei unabhängig voneinander an den Hinterrädern. Jeder bietet 150 kW (204 PS). Es wird versprochen, dass der Akku, der rund 80 kWh Fassungsvermögen haben wird, in weniger als zehn Minuten aufgeladen ist, sofern mit 350 kW geladen wird. Die Reichweite soll bis zu 500 Kilometer betragen.

          Technik-Chef Klaus Schmidt, der lange Zeit bei BMW M sein Geld verdiente, ist auf die Batterie mit Pouch-Zellen besonders stolz. Sie lasse sich nicht nur extrem schnell laden, sie sei zudem auch in der Lage, effizienter als andere zu rekuperieren. Das erhöhe die Reichweite. Bisher habe das Unternehmen mit einem chinesischen Akkuhersteller zusammengearbeitet, jetzt hole es das Know-how aber aus Europa. Ohnehin binde sich Piëch nach eigener Aussage viel enger und intensiver an den jeweils beauftragten Zulieferer als sonst in der Autoentwicklung üblich, das sei ein großer Vorteil und mache die Prozesse schneller und effektiver. Das Entwicklungsteam hat seinen Standort nach Memmingen in Bayern verlegt, dort gibt es am Flugplatz auch eine kleine Teststrecke.

          Gebaut werden soll das Piëch-Trio im Auftrag an zwei Standorten in Europa. Infrage kommen Magna in Österreich, Valmet in Finnland oder NedCar in den Niederlanden. Die Finanzierung bis dahin sei gesichert. Porsche-Enkel Ferdinand Piëch wäre gewiss sehr stolz auf seinen Sohn.

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