https://www.faz.net/-gy9-a3l0y

Neu vorgestellt: Opel Mokka : Des einen Freud

Opel Mokka 2021, gezeigt in Rüsselheim, gebaut in Poissy Bild: Hersteller

Opel geht mit dem Mokka mal wieder die Zukunft an. Kürzer und knackiger, zielt er auf jugendfrische Kundschaft. Der Mokka kommt mit nur zwei Motoren und Elektroantrieb.

          1 Min.

          Mit jeder Verlagerung erwachen Sorgen. Das Werk Eisenach wurde immer wieder in Verbindung mit dem Opel Mokka genannt, doch die Übernahme des Unternehmens durch PSA Peugeot-Citroën hat die Lage verändert. Der neue Mokka wird in Poissy unweit Paris hergestellt, gemeinsam mit Geschwistern auf der gleichen PSA-Plattform. Das geographisch abgelegene Eisenach ist dadurch kaum unentbehrlicher geworden, obgleich auch die Franzosen ihre logistische Diaspora haben, in Rennes. Wie der Produktionsverbund sortiert wird, ist eine der spannenden Fragen für die nähere Zukunft.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Eisenach ist, das darf nach einer ersten Begegnung als sicher gelten, ein Trumpf entgangen. Das 4,15 Meter lange SUV hat mit seinem Vorgänger nur den Namen gemein. Es trägt seine Nase als Reminiszenz an den Manta A und Botschafter für kommende Blitze. Die Front ist Design und Funktion, hinter der Blende steckt Sensorik für Assistenten. Kürzer und knackiger, zielt der neue Mokka auf jugendfrische Kundschaft, die eine schicke Schale samt digital orientiertem Interieur zu vernünftigen Preisen sucht. Sie muss nur eine sperrige Ladekante verschmerzen.

          Der Einstieg soll um 20.000 Euro gelingen, mit Benzinmotor. Wer sich in die Welt der Elektroautos begeben möchte, muss deutlich mehr anlegen. Den vom Start weg angebotenen Mokka E in gleicher Karosserie verorten wir vor Förderung bei etwa 33 000 Euro. Weil die Einführung im Frühjahr 2021 stattfindet, ist der Hinweis wichtig: Die genauen Preise, die am heutigen Dienstag zur Weltpremiere bekanntgegeben werden, verstehen sich mit 19 Prozent Mehrwertsteuer.

          Schluss mit lustig: auch am Ende gut Bilderstrecke
          Neu vorgestellt : Opel Mokka

          Die recht attraktiven Tarife sind unter anderem durch Kunststoff im Cockpit, den Verzicht auf Allradantrieb sowie eine Reduktion der Antriebe möglich. Es gibt nur zwei Verbrennungsmotoren. Und den elektrischen. Die fehlende Qual der Wahl ist auch Ausdruck teurer Zertifizierungsvorschriften. Der Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,2 Liter Hubraum liefert 100 oder 130 PS, die kräftigere Auslegung ist mit Automatik lieferbar. Ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 110 PS schließt das Angebot ab.

          Die Elektromaschine leistet 136 PS, damit läuft er 150 km/h und schafft nach WLTP-Norm 320 Kilometer. Am Gleichstrom fließen in den 50-kWh-Akku bis zu 100 kW, und, sehr löblich, in Deutschland ist serienmäßig ein dreiphasiges Ladegerät für 11 kW an Bord. Hier hat offenbar das Rüsselsheimer Entwicklungsteam Zeichen gesetzt, die auch im Fahrverhalten zu spüren sein sollen. Darüber berichten wir, sobald wir mehr können als sitzen in einem Mokka, der noch nie heißer schien.

          Weitere Themen

          Stadt aus Glas

          FAZ Plus Artikel: Größte Baustelle der Schweiz : Stadt aus Glas

          Auf der größten Baustelle der Schweiz bekommen die Gebäude eine besondere Haut verpasst. Mit viel Durchblick – und vor allem Technik. Denn die Lage unmittelbar am Zürcher Flughafen ist eine Herausforderung für die Planer.

          Gegen alle Strömungen

          Fahrbericht Mazda MX-30 : Gegen alle Strömungen

          Gegenläufig öffnende Türen und eine üppige Ausstattung kennzeichnen Mazdas erstes Elektroauto. Im urbanen Umfeld kann der MX-30 seine Trümpfe ausspielen. Aber die Reichweite ist leider zu gering.

          Topmeldungen

          Warnschild in Ludwigsburg

          Debatte im Bundestag : Wer der Feind ist

          Kritik ist berechtigt und nötig. Eine „Corona-Diktatur“ ist Deutschland aber nicht. Auch die Opposition sollte in diesen Zeiten nicht überreagieren.
          Der Umsatz mit den iPhones verfehlt die Erwartungen. Tim Cook ist trotzdem optimistisch.

          Amazon, Apple & Co. : Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon schafft einen weiteren Rekordgewinn, und Facebook beschleunigt sein Wachstum. Apple muss auf das nächste Quartal vertrösten – hat aber guten Grund zum Optimismus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.