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Fahrbericht Elektro-Rennrad : Das hat uns gerade noch gefehlt

  • -Aktualisiert am

Fahreigenschaften und Aussehen des gut getarnten elektrischen Rennrads stimmen. Bild: Braun

Wie das elektrifizierte Scott Addict E-Ride Premium die Vorurteile einer passionierten Rennradlerin zerstört. Mit Mahle-Motor für stramme 9500 Euro.

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          Elektrische Mountainbikes sind seit Jahren regelmäßig zu Gast in der Redaktion. Wir wuchten sie aus Kartons heraus und wieder hinein, zwängen sie in Aufzüge und in Autos. Leidgeprüft ist die rennraderprobte Autorin mit den schweren und unhandlichen Dingern, entsprechend groß ist ihre Aversion gegen die Motorisierung in der Radszene. Trotz oder gerade wegen dieser Grundeinstellung wollten wir ein elektrisch unterstütztes Rennrad ausprobieren. Das neue Scott Addict E-Ride kommt da gerade recht. Ein Rennrad ist ein reines Sportgerät. Für die meisten Radsportler klingt elektrische Unterstützung absurd. Und dennoch bringen immer mehr Hersteller solche Varianten auf den Markt.

          Das Design des E-Ride ist eng an das von der Tour de France bekannte RC Pro angelehnt. In der Geometrie weicht es marginal unter anderem durch einen längeren Radstand und ein etwas längeres Steuerrohr ab. Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, ob es sich um die klassische oder elektrische Variante handelt. Einzig die Steuereinheit im Oberrohr und der Nabenmotor im Hinterrad lassen die Besonderheit erahnen. Der Motor wird vom Ritzelpaket und der Scheibenbremse kaschiert, der Akku ist im Unterrohr versteckt. Zum Test trat das Topmodell in changierender Mehrfarblackierung an, die je nach Lichteinfall und Blickwinkel von lila bis grünlich wechselt. Dazu komplette Shimano-Dura-Ace-Ausstattung, elektronische Schaltung inklusive. In Größe S wiegt das Rad fahrfertig mit Pedalen und eigenem Sattel 11 Kilogramm. Das ist zwar einiges mehr als ein herkömmliches Rennrad, aber im Vergleich zu anderen elektrischen Rennrädern erfreulich leicht. Kaum im Sattel, spielt das Gewicht keine Rolle mehr. Nicht nur die aerodynamische Optimierung des Carbonrahmens und die Hochprofilfelgen des firmeneigenen Komponentenherstellers Syncros tragen dazu bei. Auch der Syncros-Lenker mit dem integrierten Vorbau ist auf Aerodynamik ausgelegt. Griffig und stabil ist er zudem ein Hingucker. Sämtliche Kabel sind innen verlegt und treten erst an der Kettenstrebe wieder aus, so dass das Rad insgesamt einen ästhetischen und aufgeräumten Eindruck macht.

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