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Fahrbericht Dacia Spring : Günstig um jeden Preis?

  • -Aktualisiert am

Dacia Spring Comfort Plus Bild: Helge Jepsen

Mit dem Spring ist jetzt auch Dacia auf den Elektrozug aufgesprungen. Flotter als vermutet agiert der kleine Stromer in der Stadt. Gerade dort offenbart sich aber auch seine größte Schwäche.

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          Dacia bleibt sich treu: Das erste Elektroauto der rumänischen Renault-Tochter ist ein Preisbrecher. Kein batterieelektrischer Neuwagen auf dem deutschen Markt ist derzeit günstiger als der Dacia Spring. Die Preise für das 3,73 Meter kurze und 1,58 Meter schmale SUV beginnen bei 20.490 Euro, abzüglich der Elektroprämie sind so nur knapp 11.000 Euro zu zahlen. Geboten werden 44 PS, vier Türen, vier Sitzplätze und in der kälteren Jahreszeit eine Reichweite von rund 150, nach WLTP-Norm 230 Kilometern. Aber ist das in China gebaute Elektrowägelchen, das dort nahezu baugleich als Renault K-ZE unterwegs ist, wirklich ein Schnäppchen? Wir zweifeln.

          Sympathisch-frisch sieht er aus mit den orangefarbenen Akzenten an Außenspiegeln, Schwellern und an der Dachreling. Die Basisversion des knuffigen Mini-Stromers verzichtet auf die Farbspielereien, ist aber mit manueller Klimaanlage, elek­trisch verstellbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern und Radio für Dacia-Verhältnisse recht gut ausstaffiert. Parksensoren am Heck, 7-Zoll-Touchscreen mit Navigation und Rückfahrkamera bietet die einzig weitere, um 1300 Euro teurere Ausstattung Comfort Plus. Letztere muss bestellt werden, wenn mit Gleichstrom schnell geladen werden soll. 600 Euro Aufpreis kostet der CCS-Ladeanschluss, mit dessen Hilfe die 27,4 kWh fassende Batterie an einer Schnellladesäule in rund einer Stunde mit maximal 30 kW gefüllt werden kann. Die Ladebuchse verbirgt sich unter einer etwas labberigen Abdeckung mit dem Dacia-Emblem in der Fronthaube und ist für rechts wie links am Fahrbahnrand positionierte Ladesäulen gut erreichbar.

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