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Probefahrt im MG 4 : Schöne Grüße aus China

Schwung im Kleid: MG 4 Bild: Hersteller

MG? Ja, das ist die britische Traditionsmarke. Nein, sie ist nicht zurück. Aber der Name. Mit Technik aus China. Das neue Auto zielt voll auf die elektrische Golf-Klasse von VW bis Opel und Peugeot.

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          Den Namen MG in die Runde geworfen, schon herrscht Aufmerksamkeit: Echt? MG ist wieder da? Jedenfalls ältere Semester verbinden mit den beiden Buchstaben etwas, rassige britische Autos mit gewissem Zuverlässigkeitsproblem, so in der Art. Ob es erfolgversprechend ist, mit einer historisch beleumundeten Marke in eine moderne Zeit zu starten, kann man wie Borgward beantworten. Oder wie MG. Die gehören längst zum chinesischen Konglomerat SAIC, sind seit zwei Jahren auf dem deutschen Markt und erringen mit ihren elektrischen Allerweltsautos bemerkenswerte Achtungserfolge. Dabei soll es nicht bleiben.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Mit dem 4,30 Meter langen MG 4 zielen sie jetzt auf VW ID 3, Opel Astra oder Peugeot 308, also voll hinein in die elektrische Golf-Klasse. Er ist das erste MG-Modell auf einer neuen, variablen Plattform, 51 oder 64 kWh speichert der Akku im flachen Boden. Damit sind nach Angaben des Herstellers 350 bis 450 Kilometer Reichweite gemäß WLTP-Norm möglich.

          Wir haben eine erste Probefahrt in einem Vorserienmodell vorgenommen, übermäßige Ekstase ist nicht zu erwarten. Aber ein so weit solider Auftritt mit ordentlicher Einrichtung und erfreulicher Raumausnutzung. In dieser Klasse wachsen Designbäume nicht in den Himmel, trotz der relativ hohen Preise. Das ist bis auf Weiteres das Los der Elektromobilität. MG setzt immerhin ein paar angenehme Akzente, außen zeigt die Karosserie einige Dynamik.

          Ordentliche Einrichtung und erfreuliche Raumausnutzung Bilderstrecke
          Probefahrt : MG 4

          Der an der Hinterachse montierte, satte 204 PS (150 kW) leistende Antrieb tritt unspektakulär geschmeidig, die Lenkung ist arg leichtgängig, der Komfort geht gut in Ordnung. Versionen mit 170 PS oder vielleicht gar bis 400 PS und Allradantrieb gehören zu den Gedankenspielen. Bis zur Markteinführung um den Jahreswechsel wird dem MG 4 Feinschliff zuteil werden, wir vermuten den Starttarif um 30.000 Euro. Das ist stramm für ein chinesisches Auto. Trotz MG-Logo. Aber womöglich denkt die neue Elek­troautowelt anders.

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