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Elektrische Schwerlastwagen : Die Last mit dem Strom

So könnte der Sattelzug der Zukunft aussehen. Der Mercedes-Benz GenH2 aus dem Daimler-Konzern ist ein Prototyp. Bild: Daimler AG

Während das Elektroauto offenbar kurz vor dem Durchbruch steht, ist der elektrische Schwerlastwagen noch in weiter Ferne. Für die Langstrecke bietet sich möglicherweise die Brennstoffzelle als Lösung für die Zukunft an.

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          Um auf den Fahrerplatz eines dreiachsigen 26-Tonnen-Lastwagens zu kommen, muss man hoch hinauf klettern, das dickste SUV ist dagegen nur ein Spielzeug. Platz nehmen, Schlüssel drehen, doch es meldet sich kein schwerer Dieselmotor. Der rein elektrische MAN E TGM wartet auf seinen Einsatz. Aber auch ohne Selbstzünder-Gebrumm bleibt es nicht still. Ein Kühlkompressor, der hinter dem Fahrerhaus sitzt, arbeitet ziemlich vernehmlich, und das automatische Befüllen der Bremsen und der Federung mit Luft ist nicht geräuschlos, wie in jedem herkömmlichen großen Lastwagen auch.

          Boris Schmidt
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Aber dann: Fuß auf die Bremse, Automatik-Wählschalter auf D, Handbremse rechts lösen, Fuß aufs Fahrpedal, und los geht es. Schon nach wenigen Metern Strecke erstirbt der Kühlkompressor, er hat die Batterien erst einmal genug mit Kälte versorgt, und jetzt beginnt die Reise in die Zukunft, nahezu lautlos und mit unbändiger Kraft aus 3100 Newtonmetern aus dem Stand weg. Das kennt man ja schon vom Elektroauto, im Lastwagen fühlt es sich aber noch unglaublicher an, zumal das Beschleunigen ohne Zugkraftunterbrechung vonstattengeht. Der MAN erstürmt die Kasseler Berge – gut, er ist ja auch unbeladen.

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