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Elektrische Lieferwagen : Saubermänner liefern aus

  • -Aktualisiert am

Gelber Vorreiter: Die Elektroflotte der Post soll bis Ende des Jahres auf 21.500 Fahrzeuge aufgestockt werden, produziert von Streetscooter. Bild: obs/Ford-Werke GmbH

Wenn ein Elektroauto sinnvoll eingesetzt ist, dann doch wohl für Handwerker oder Paketdienste im Getümmel der Stadt. Die ersten Angebote gibt es. Inklusive Schreck beim Blick in die Preisliste.

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          Das Angebot an Elektrotransportern wächst stetig. Inzwischen haben die Hersteller leichter Nutzfahrzeuge in den meisten Baureihen auch eine elektrische Variante im Angebot und teilweise konventionelle Verbrenner sogar gänzlich verbannt. Vor wenigen Jahren sah das noch völlig anders aus. Als die Deutsche Post sich 2014 einen speziell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Lieferwagen entwickeln lassen wollte, winkten sämtliche namhaften Autohersteller ab. In der Folge kaufte die Post DHL das aus dem Umfeld der Technischen Hochschule Aachen stammende Start-up Streetscooter, das dann als Tochtergesellschaft der Deutschen Post die Elektrofahrzeuge für den Zustellbetrieb produzierte. Mit mehr als 17.000 stromernden Paketautos, die auf leisen Sohlen unterwegs sind, kann sich die Post DHL als Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität bezeichnen. Auch wenn das Unternehmen Streetscooter nach erheblichen Verlusten inzwischen an die Odin Automotive verkauft wurde, soll die Elektroflotte der Post bis Ende des Jahres auf 21.500 Fahrzeuge aufgestockt werden.

          Noch sind die meisten Lieferfahrzeuge, die in unseren Städten herumkurven, dieselbetrieben. Aber das dürfte sich ändern, das Ende der fossilen Kraftstoffe im Automobil ist eingeläutet. In Transportern bis zu einem Gewicht von 7,5 Tonnen würden sich batterieelektrische Antriebe rasch durchsetzen, ist Andreas Gorbach, Chefentwickler von Daimler Truck, überzeugt. Der weltweit größte Nutzfahrzeughersteller werde in diesem Segment nicht weiter in den Diesel investieren, äußerte Gorbach anlässlich des diesjährigen Wiener Motorensymposiums. Dieselverbotszonen stellen Transporterfahrer schon jetzt vor große Probleme, strengere CO2-Richtlinien zwingen zum Umdenken. Nicht zuletzt die Pandemie befeuert den Umstieg in die elektrische Mobilität. Denn seit die Menschen statt in Läden und Geschäften verstärkt im Internet kaufen und sich die Waren bequem nach Hause liefern lassen, hat der Verteilerverkehr in der City noch einmal deutlich zugenommen. Gefühlt bekommen die Nachbarn jeden Tag ein Paket zugestellt. Kommt das Sommerkleidchen oder der neue Fernseher aber per Elektrotransporter, ist das Gewissen schon nicht mehr ganz so schlecht.

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