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DAT-Report 2021 : Die Skepsis gegenüber dem Elektroauto nimmt zu

  • -Aktualisiert am

21 Prozent der Neuwagenkäufer bezeichnen das Elektroauto als perfektes Alltagsfahrzeug. Bild: dpa

Von einer flächendeckenden Elektroeuphorie kann keine Rede sein. Das geht aus einer Repräsentativbefragung der GfK hervor. Auch ein anderes, noch recht junges Konzept stößt auf recht wenig Gegenliebe.

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          Licht und Schatten lagen 2020 im Neuwagenmarkt eng beieinander. Während die Zahl der Neuzulassungen wegen Zwangsschließungen von Autohäusern und als Folge des Zeitlupenmodus vieler Zulassungsstellen mit 2,92 Millionen Fahrzeugen auf ein Zehnjahrestief sank, stieg der Absatz reiner Elektroautos im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um mehr als das Dreifache auf 194.163 Einheiten. Optimisten mögen daraus wachsende Sympathien der Verbraucher für diese Antriebsart ableiten. Von einer flächendeckenden Elektroeuphorie kann jedoch keine Rede sein. Das geht aus einer Repräsentativbefragung von 4547 Neu- und Gebrauchtwagenkäufern sowie Fahrzeughaltern hervor, die das Marktforschungsunternehmen GfK für den DAT-Report 2021 vorgenommen hat. Der Vergleich mit den Vorjahreszahlen deutet sogar auf zunehmende Skepsis hin.

          Danach bezeichneten zwar 21 Prozent (2019: 28 Prozent) der Neuwagenkäufer das Elektroauto als perfektes Alltagsfahrzeug, aber 46 Prozent (2019 waren es 31 Prozent) glauben nicht, dass es künftig klassische Verbrennerfahrzeuge ablösen werde. Seine angebliche Umweltfreundlichkeit im Fahrbetrieb bezweifeln 16 Prozent (2019: 14 Prozent) und während des Produktionsprozesses sogar, wie im Vorjahr, 47 Prozent. Mit 49 Prozent bemängelt nahezu die Hälfte der Befragten zu lange Ladezeiten, während 59 Prozent die begrenzte Reichweite und 46 Prozent die hohen Anschaffungskosten monieren.

          Carsharing erlebte im Corona-Jahr 2020 einen Absturz. Nur noch vier Prozent der Neuwagenkäufer und sechs Prozent der Gebrauchtwagenkäufer sahen in diesem Modell eine Alternative zum eigenen Personenwagen, was gegenüber 2019 einem Rückgang um jeweils zwölf Prozentpunkte entspricht. Hauptursache dürfte zwar die Angst gewesen sein, in ein von Virenträgern vollgehustetes Fahrzeug einzusteigen, jedoch ging die Akzeptanz für dieses Mobilitätskonzept auch generell zurück. So wollen beispielsweise 53 Prozent der Neuwagenkäufer (2019: 50 Prozent) ihr Auto nicht teilen, 40 Prozent (2019: 25 Prozent) mögen nicht in fremden Autos fahren, und für 49 Prozent (2019: 46 Prozent) bietet Carsharing zu wenig Flexibilität.

          Auch ein anderes, noch recht junges Konzept stößt auf recht wenig Gegenliebe: das Auto-Abomodell. Hier kann der Abonnent für eine Monatspauschale ein oder mehrere Autos im Wechsel bis zu einem festgelegten Kilometerlimit nutzen. Steuer, Versicherung und Wartung sind inklusive, lediglich Kraftstoff oder Strom zahlt der Kunde zusätzlich. Für diese spezielle Nutzungsvariante vermochten sich nur noch zwölf Prozent (2019: 16 Prozent) der Neuwagenkäufer und sieben Prozent (2019: 11 Prozent) der Gebrauchtwagenkäufer zu begeistern.

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