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Fahrbericht BMW iX3 : Gruß aus Hollywood

  • -Aktualisiert am

BMW iX3 Impressive Bild: Helge Jepsen

Erst kam der i3, dann lange nichts. Für sein zweites Batterieauto hat sich BMW viel Zeit gelassen. Der iX3 basiert auf dem normalen X3, verfügt aber über die neueste Elektrotechnik.

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          Was haben Hollywood-Kinoproduktionen wie „Gladiator“ oder „Fluch der Karibik“ mit dem BMW iX3 gemein? Für alle hat Filmkomponist Hans Zimmer die Musik arrangiert. Wobei es sich im Falle des bayerischen Elektro-SUV nicht um Melodien, sondern um eine künstlich erzeugte, je nach Fahrmodus und -situation an- und abschwellende, erfreulicherweise abschaltbare Klangkulisse handelt. Nicht nur darin unterscheidet sich der Anfang des Jahres spät in den europäischen Markt gestartete zweite Vollstromer von BMW vom 2013 präsentierten Batterie-Erstling i3. Während der Elek­tropionier der Marke seinerzeit als eigenständige Entwicklung mit extrovertiertem Design auf sich aufmerksam machte, greift BMW jetzt auf ein bestehendes Modell zurück und ergänzt das als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid erhältliche Mittelklasse-SUV X3 um eine äußerlich nur leicht geänderte batterieelektrische Variante.

          Was auch Vorteile hat, denn der 4,73 Meter lange iX3 unterscheidet sich in Abmessungen und Raumangebot nicht von seinen geräumigen Brüdern mit konventionellem Antrieb. Das leicht verständliche Bedienkonzept mit hervorragender Sprachbedienung, die gewohnt gute Ergonomie und die bestens verarbeiteten Materialien kennen wir ebenfalls aus dem X3. Das Minus von 40 Litern im Kofferraum ist angesichts des ordentlichen Gepäckvolumens von 510 bis 1560 Liter leicht verschmerzt, unter dem doppelten Boden kommt das Ladekabel in einer stabilen Tasche unter. Im Vergleich mit Audi e-tron oder Mercedes EQC darf der iX3 relativ wenig Gewicht an den Haken nehmen. Als Zugpferd sind Elek­trofahrzeuge aber ohnehin nicht sonderlich geeignet, und für kleine Hänger oder Fahrradträger reicht die Anhängelast von 750 Kilogramm allemal.

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