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Bahnverkehr der Zukunft : Sauber auf ganzer Linie

  • -Aktualisiert am

Endmontage auf dem Zugdach: Im Werk Salzgitter werden Brennstoffzellen installiert, die den Triebwagen von Alstom ans Laufen bringen werden. Bild: Hersteller

Signale auf Grün für klimafreundlichen Schienennahverkehr auf dem flachen Land: Brennstoffzellen- und Batteriezüge schicken stinkende Dieseltriebwagen aufs Abstellgleis. Start ist in den nächsten Wochen in Niedersachsen.

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          Der Kampf gegen die Erderwärmung ist zum technologischen Wettlauf der Bahnindustrie um Milliardengeschäfte geworden. Die Dieselflotten sind zwar vielerorts noch Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs außerhalb der Ballungsgebiete auf nicht elektrifizierten Strecken, doch sie stehen zwangsläufig vor der Ausmusterung. Eine im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums erstellte Studie der Beratungsfirma SCI Verkehr nennt Zahlen für das deutsche Schienennetz: Derzeit gibt es rund 2500 Zugeinheiten mit Dieselaggregaten. Sie sollen nach und nach ersetzt werden. Dieseltraktion, wie das unter Eisenbahnern heißt, macht im Schnitt aber immer noch gut ein Drittel der Verkehrsleistung im Schienennahverkehr aus.

          Die Branchengrößen Alstom, Stadler und Siemens treten mit Weiterentwicklungen ihrer in hohen Stückzahlen weltweit bewährten Triebzugmodelle an. Auf den ersten Blick sehen die Fahrzeuge aus wie immer schon, doch sie sind ausgestattet mit alternativen Antrieben: Der Dieselmotor hat ausgedient, gefahren wird künftig elektrisch. Und das nicht nur mit viel bestaunten Prototypen, sondern fahrplanmäßig mit in Bauserien gefertigten Zügen. Der Umstieg kostet zwar viel Geld, doch die Beteiligten sind sich weithin einig, dass sich das in der dreißigjährigen Lebensdauer der Fahrzeuge am Ende rechnet.

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