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Fiat Panda als Mild-Hybrid : Die Kiste kann jetzt segeln

Hipp hipp, Hybrid: Den Fiat Panda, hier in der Modellvariante Cross, fährt jetzt auch mit elektrischer Unterstützung. Bild: Fiat

Fiat frischt seinen Panda nicht nur optisch auf. Pünktlich zu seinem vierzigsten Geburtstag erhält der Kleinwagen elektrische Unterstützung und fährt als Mild-Hybrid vor.

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          Elektrifiziert und lokal emissionsfrei(er) unterwegs zu sein, ist etwas Feines. So fein, dass sich meist nur die Besserverdiener die leise Technik leisten können. Fiat würde nun aber gerne einen Vorschlag zur Güte unterbreiten und bietet seinen Panda-Pragmatiker fortan auch als Mild-Hybrid an. Für einen Basispreis von 11.690 Euro ist er so zu haben, für die Variante Panda Cross, die wir getestet haben, müssen Käufer rund 15.000 Euro zahlen. Dafür gibt es einige optische Extras, wie Seitenzierleisten, Dachreling und Stoßfängereinsätze in mattem Silber oder Parksensoren serienmäßig.

          Anna-Lena Niemann
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Einen reinen Elektromodus hat der Mild-Hybrid nicht, dafür unterstützen ein Riemen-Starter-Generator und eine 11-Ah-Batterie den Einliter-Dreizylinder während der Fahrt – beim Anfahren und Beschleunigen. Die Batterie lädt immer dann nach, wenn das Fahrzeug bremst oder ausrollt. Wer vorausschauend und defensiv fährt, kann also am meisten Kraftstoff sparen. Im gemächlichen Stadtverkehr, bei unter 30km/h, segelt der Panda auch mal einige Meter, der Motor schaltet sich ab, bis er wieder gebraucht wird.

          Dem Kostenprimat ist allerdings geschuldet, dass die sparsamen Vorzüge nicht so einfach herauszufahren sind. Fiat setzt, für einen Hybrid ungewöhnlich, auf ein sechstufiges manuelles Getriebe. Um zu segeln, muss die Fahrerin selbst den Gang rausnehmen, sowie bei normaler Fahrt im optimalen Drehzahlbereich unterwegs sein.

          In der getesteten Modellvariante Cross zieren den Panda silberne Seitenzierleisten und Stoßfängereinsätze. Bilderstrecke
          Fiat Panda als Mild-Hybrid : Die Kiste kann jetzt segeln

          Das Display im Cockpit versorgt einen zwar mit Schaltempfehlungen, so effizient wie mit einem Automatikgetriebe waren wir wohl trotzdem nicht unterwegs. Im Schnitt, über Stadtstraßen und Autobahnen, verlangten die 70 PS des Panda nach 5,3 Litern Benzin für 100Kilometer. Nach längerer Kennenlernphase geht es aber gewiss sparsamer.

          Ansonsten präsentiert sich auch der elektrifizierte Panda Cross wie die, im besten Sinne, solide Kiste, die den Wagen seit 40 Jahren so beliebt macht. Zum Dank hat Fiat eine weitere Frischekur spendiert: Zum runden Geburtstag gibt es ab sofort ein dezentes Facelift obendrauf.

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