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Michael Spehr (misp.)

E-Mail-Anhang in der Dropbox : Gefährliche Links

  • -Aktualisiert am

Der E-Mail-Speicher ist knapp – eine Datenwolke wie die Cloud oder Dropbox nicht. Aber bei der Nutzung ist Vorsicht geboten, denn Betrüger haben dort oft einfaches Spiel.

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          Immer öfter werden Dokumente der E-Mail nicht angehängt, sondern es wird nur noch auf Dateien oder Ordner in der Cloud verwiesen. E-Mail-Speicher ist knapp, der in der Datenwolke nicht. Mit einem einzigen Link kann man sich den aufwendigen Versand riesiger PDF-Dateien oder ganzer Ordner sparen.

          Leider ist die Idee nicht immer gut. Wenn die Dropbox einen neuerdings dazu nötigen will, sich auf dem Empfängerrechner mit dem eigenen Dropbox-Konto vor dem Download anzumelden, ist das ein schnell durchschaubarer Versuch des amerikanischen Cloud-Anbieters, seine Mitgliederzahl mit leichtem Zwang in die Höhe zu treiben. Noch kann man (über die Schaltflächen Herunterladen und Direkter Download) den Unfug umgehen. Nur wie lange noch?

          Gefährlich werden Dropbox-Links, wenn der Klick auf das vermeintlich anhängende PDF dazu führt, dass man plötzlich im Web-Browser noch einmal sein Dropbox-Login mitsamt Kennwort eingeben soll. Ein Daten-Abfischen, das man nicht auf den ersten Blick erkennt. Wieder einmal gilt also: Wird ein Kennwort abgefragt, müssen alle Alarmglocken klingeln. Je einfacher der Daten-Download aus der Cloud ist, desto schwerer haben es Betrüger. Leider macht es Dropbox genau umgekehrt.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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