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Digitalradios DAB+ : Déjà-vu

  • -Aktualisiert am

Alle wollen sich nun für ein gemeinsames Ziel starkmachen: die finale Einführung des Digitalradios DAB+. Derlei Initiativen durften wir schon in den neunziger Jahren zur Kenntnis nehmen.

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          Bund, Länder, öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk, Landesmedienanstalten, Bundesnetzagentur, Radio- und Automobilhersteller - alle wollen sich nun für ein gemeinsames Ziel starkmachen: die finale Einführung des Digitalradios DAB+.

          Dazu trommelte das Bundesministerium für Infrastruktur kürzlich alle beteiligten Kräfte zu einem Digitalradio Board zusammen, das in einer Rekord-Zeitspanne von nur einem Jahr einen Masterplan für den Wechsel vom Dampfadio UKW zur digitalen Verbreitung erarbeiten soll. Schon 2016 also könnten wir erfahren, wie die Radio-Runderneuerung klappen soll.

          Das ist ein Déjà-vu: Derlei Initiativen durften wir schon in den neunziger Jahren zur Kenntnis nehmen. Und an Masterplänen mangelte es auch noch nie. Im Jahr 2015, so sah es eine Rahmenplanung damals vor, sollte UKW zugunsten des digitalen Hörfunks aufs Altenteil. In den letzten Jahren wurden solche Prognosen schwammiger: Nicht vor 2020 - so ungefähr lauten die jüngsten offiziellen Einlassungen zum Thema. Vielleicht legt das Digitalradio Board am runden Tisch noch eine Dekade drauf?

          Wir leben ja schließlich nicht im leichtsinnigen Norwegen: Die Nordlichter wollen UKW in zwei Jahren einfach so vom Netz nehmen. Ein kostenloser Tipp noch an die Auto-Industrie, den wir schon vor 10 Jahren formuliert hatten: Einfach DAB+ zu Mehrkosten von Cent-Beträgen in die Radios einbauen - fertig, ganz ohne Staatsakt.

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