https://www.faz.net/-gy9-ys8r

Windows 7 und Office 2011 : Microsoft macht Rekordumsatz

  • Aktualisiert am

Wenigstens die Zahlen stimmen: Microsoft-Chef Steve Ballmer Bild: dapd

Das Betriebssystem Windows 7 und das Büropaket Office 2010 erweisen sich für Microsoft als Verkaufsschlager. Der Umsatz kletterte um 25 Prozent. Grund für die Nachfrage könnte sein, dass viele Firmen derzeit ihre Rechner austauschen.

          2 Min.

          Die alten Zugpferde von Microsoft, Windows und Office, haben dem amerikanischen Konzern zum Auftakt seines Geschäftsjahres Milliarden in die Kassen gespült. Neben dem Betriebssystem Windows 7 erwies sich auch das Büropaket Office 2010 als Verkaufsschlager. Der Konzernumsatz kletterte in dem Ende September abgeschlossenen ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010/11 um 25 Prozent auf den Rekordwert von 16,2 Milliarden Dollar (11,6 Mrd Euro). Der Gewinn sprang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 51 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar hoch.

          „Das war ein außergewöhnliches Quartal“, sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Kevin Turner am Donnerstag (Ortszeit) in Redmond bei Seattle (Staat Washington). Vor allem die Firmenkunden hätten kräftig zugeschlagen, auch bei der Software für Großrechner und bei Datenbank-Anwendungen. Die Privatkunden indes griffen verstärkt zur Spielkonsole Xbox 360. Die Börse reagierte auf die Zwischenbilanz mit einen kräftigen Kursaufschlag.

          Fast die Hälfte des Konzerngewinns stammt vom Betriebssystem Windows 7, das den Misserfolg des Vorgängers Vista vergessen macht. Windows 7 ist seit gut einem Jahr auf dem Markt und schon heute das erfolgreichste Windows aller Zeiten mit mehr als 240 Millionen verkauften Lizenzen. Zweites großes Standbein ist Office, dessen 2010er Version im Mai herausgekommen ist.

          Boom bei den Computerverkäufen deutlich abschwächt

          Der operative Gewinn bei Windows stieg um 25 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar; in der Geschäftskunden-Sparte mit Office sprang das Ergebnis um 20 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar hoch. Die Software wird zumeist gleich mit einem neuen Computer ausgeliefert. Nach dem Stillstand in der Wirtschaftskrise tauschen vor allem Firmen derzeit ihre Rechner aus.

          Microsoft-Finanzchef Peter Klein sieht den Trend ungebrochen und sprach von einem „gesunden Zyklus“. Dagegen hatten Marktforscher und Hardware-Hersteller die Sorge geschürt, dass sich der Boom bei den Computerverkäufen deutlich abschwächt. Apple-Chef Steve Jobs hat sogar schon den Abgesang auf den PC angestimmt und sieht in mobilen Geräten wie dem Tablet-Computer iPad die Zukunft.

          Mit Cloud Computing fließt viel Geld

          Auch Microsoft erwartet Veränderungen, aber eher langfristig und weniger radikal. Der Konzern hat sein Engagement im Internet und bei den mobilen Geräten kräftig verstärkt. Vor allem ins sogenannte Cloud Computing fließt viel Geld. Dabei liegen die Programme zentral auf Servern im Internet statt lokal auf dem eigenen Computer und werden je nach Bedarf abgerufen.

          Microsoft reklamiert erste Erfolge seiner Strategie für sich: Die firmeneigene Suchmaschine Bing habe dank der Kooperation mit dem Branchenurgestein Yahoo Marktanteile hinzugewinnen können, hieß es. Geld verdient der Softwarekonzern in diesem Geschäft jedoch nicht.

          Erst vor einer Woche hatte Microsoft nach langem Warten sein neues Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 herausgebracht. Der Vorläufer war in der Bedeutungslosigkeit versunken, stattdessen rollte Google mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android den Markt auf. Der Internetkonzern beherrscht bereits die Websuche und hat Microsoft das Leben zusätzlich mit Webanwendungen für Textverarbeitung und andere Aufgaben schwer gemacht.

          Weitere Themen

          Ssang-long

          Musso Grand von Ssangyong : Ssang-long

          Bisher war der Musso von Ssangyong der kürzeste Pick-up mit fünf Sitzen auf dem Markt. In der Version „Grand“ wird er zum längsten.

          BMW 2er Grand Coupé Video-Seite öffnen

          Probefahrt : BMW 2er Grand Coupé

          Mit dem neuen 2er Gran Coupé unterfüttert BMW seine 3er-Reihe und erweitert gleichzeitig das Angebot in der kompakten Klasse. Dieser BMW hat Frontantrieb - nur das Topmodell nicht.

          Topmeldungen

          Ein Wähler in Teheran

          Parlamentswahl in Iran : Sieg der Hardliner

          Nach ihrem Erfolg bei der Parlamentswahl können die Hardliner eine weitere Institution in Iran kontrollieren. Der Spielraum des gemäßigten Präsidenten Rohani wird immer kleiner. Verunsicherung erzeugt das Coronavirus.
          Gerne im Rollkragenpullover wie im Silicon Valley: Markus Braun, Vorstandsvorsitzender und Großaktionär von Wirecard, der einzigen jungen Tech-Firma im Dax

          Wirecard-Chef Braun : Allein gegen die Spekulanten

          Markus Braun hat Wirecard aufgebaut und damit ein Vermögen gemacht. Allerdings wird der Firma Geldwäsche und Bilanzfälschung vorgeworfen. Der Milliardär zieht jetzt in die entscheidende Schlacht um sein Lebenswerk.
          Ein Graffito des mutmaßlichen Täters von Hanau, bevor es am Donnerstag von der Polizei übermalt wurde.

          Begegnungen in Hanau : Link zur Tat

          Sie konnten es sehen. Oder doch nicht? Was ein altes Graffito in einem Tunnel in Hanau über das verriet, was später geschah.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.