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Neues von Microsoft : Fenster Nr. 10

  • -Aktualisiert am

Windows 10 auf allen Geräten, vom Smartphone bis zum Desktop-Rechner. Dergestalt vernetzt sieht Microsoft die Zukunft seines Betriebssystems. Bild: Reuters

Früher bereiteten manche Betriebssysteme von Microsoft wahre Bauchschmerzen. Am Mittwoch erscheint Windows 10 – und es macht alles besser. Sogar das Startmenü kehrt zurück.

          Wenn das Bonmot richtig ist, dass Microsoft nur jedes zweite Windows gut gelingt, dann darf man sich auf das neue Windows 10 freuen. Vista war ein Flop, Windows 7 ein Erfolg. Windows 8 mit seinen Kacheln scheiterte, und nun soll die neue Version abermals zu einem Höhenflug ansetzen. Microsoft hat auf die Kritik gehört. Das Startmenü ist wieder da, wir haben es vermisst. In einem fast schwarzen Menü erscheinen untereinander die Symbole und Namen der Programme, die in der letzten Zeit am häufigsten gestartet wurden. Diese dynamische Anpassung kennt man noch von Windows 7 und auch, dass sich der Windows Explorer und die Systemeinstellungen hier aufrufen lassen. Wer auf „Alle Apps“ klickt, bekommt sämtliche Programme gelistet. Es ist fast wie in alten Zeiten.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Auch wenn die Menüstruktur etwas anders ist, ähnelt sie der altbekannten, oft geschmähten und mit Version 8 dann schmerzlich vermissten Steuerung von Windows. Selbst der Ausschalter ist wieder da, wo wir ihn gewohnt sind: im Startmenü. An das Kachel-Intermezzo erinnert der rechte Teil des Startmenüs: Hier finden sich die Schaltflächen, die bis dahin den ganzen Bildschirm in Anspruch nahmen – und übrigens noch immer live zeigen, wenn sie im Hintergrund neue Daten zu Wetter, Börse, Nachrichten und mehr empfangen. Das Startmenü kann in der Größe angepasst werden, auch die einzelnen Kacheln darin. Microsoft verspricht ein Bedienkonzept, in dem sich auch und gerade die Nutzer von Windows 7 wohl fühlen.

          Cortana: Mehr als nur eine Sprachausgabe

          Das Suchfeld lebt ebenfalls wieder auf, allein, es gehört nun Cortana, der digitalen Assistentin, und sie sucht nicht nur vor Ort, sondern auch im Web. Anwendern des Smartphone-Windows ist Cortana bereits bekannt: Wie Apples Siri kommuniziert Cortana mit dem Nutzer, lernt ihn über die Bedienung und persönliche Angaben kennen und lotst ihn mit Terminen und Vorschlägen durch den Alltag. Dass Cortana mehr ist als eine Sprachausgabe, zeigt sich an ihrer zentralen Stellung in Windows 10: Sie macht sich gleich neben dem Windows-Symbol in der Taskleiste breit. Und beim ersten Start will sie wissen, wie der Anwender heißt und ob er etwas dagegen hat, wenn Microsoft alle nur denkbaren Informationen aus persönlichen Daten extrahiert. Das kann man ablehnen.

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          Im neuen Browser Edge ist Cortana ebenfalls aktiv. Edge ist schlanker und schneller geworden als seine Vorgänger und hat zudem einen komfortablen Lesemodus sowie eine Notizfunktion, mit der sich beim Lesen Hervorhebungen und Anmerkungen in Websites eingeben und mit anderen Nutzern teilen lassen. Außerdem soll er sich in Zukunft aufs Zusammenspiel mit Erweiterungen und Add-Ons von Firefox und Chrome verstehen, allerdings erst, nachdem sie für ihn angepasst wurden. Die Snapview-Funktion von Windows 7, mit der man Fenster zur Seite schieben konnte und auf 50 Prozent der Bildschirmfläche einrasten ließ, ist abermals dabei, und sie lässt sich jetzt mit Desktop-Programmen und Kachel-Apps verwenden.

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