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Sensoren und Software : Wenn das Smartphone vor Herzinfarkt warnt

Der Wiwe-Sensor im praktischen Einsatz. Unter dem Daumen erfasst jeweils ein Sensor die elektrische Spannung. Die Auswertung erfolgt über die App. Bild: Hersteller

Sensoren und Software für „ernsthafte Medizin“ drängen auf den Markt. Doktor Smartphone schreibt das EKG. Ein Blick auf die Technik.

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          Wer von Doktor Smartphone redet, meint nicht nur, dass immer mehr Patienten ihre vermeintliche Krankheit googeln. Sondern es beginnt die nächste Welle ernsthafter Technik rund um Gesundheit und Medizin. Man spricht von „Serious Health“ in Abgrenzung zu simplen Schrittzählern und Tracking-Armbändern. Nun kommt eine „digitale Medizin“ direkt aufs Smartphone, direkt an die Patienten. Es geht nicht darum, bewährte und professionelle Diagnostik in der Arztpraxis oder im Krankenhaus zu ersetzen. Der neue Ansatz will vielmehr hilfreich sein bei der Erstdiagnose, will auf Ungewöhnliches hinweisen und davon profitieren, dass die Menschen ihr Smartphone immer dabeihaben.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Im Unterschied zur Momentaufnahme in Praxis oder Krankenhaus kann man langfristig beobachten. Dazu benötigt man zwei Komponenten: zum einen Sensoren, teils mit Zusatzgeräten, und zum anderen Software. Sensoren mitsamt Zusatz fürs Smartphone können Hirnströme ableiten, den Augeninnendruck messen, ein EKG aufzeichnen, den Blutdruck messen, Vorhofflimmern erkennen, Lungenfunktionen prüfen und sogar das Erbgut sequenzieren. Wie gut das im Einzelnen schon jetzt gelingt, darüber kann man streiten, vieles ist noch nicht ausgereift.

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