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Surface Book im Test : Microsoft lässt sich auseinandernehmen

It’s a feature, not a bug: Beim Microsoft Surface Book kann man den Bildschirm abnehmen Bild: Microsoft

Mit dem Surface Book bringt Microsoft ein weiteres attraktives Produkt auf den Markt der wandelbaren Laptops. Wir haben das Gerät für den Test immer wieder zerlegt.

          4 Min.

          Eines lässt die Hersteller seit Jahren nicht los. Sie wollen unbedingt einen Computer bauen, der beides ist: Tablet und Notebook. Dafür haben Asus, Apple, Lenovo, Toshiba, Sony, Samsung und einige andere nicht nur ideenreich neue Geräte entwickelt, sondern auch Produktbezeichnungen erfunden. „Detachables“ lassen sich zerlegen, „Convertibles“ dreht und faltet man. Doch die Bauweise lässt meist nur einen Schwerpunkt zu. Somit muss sich der Nutzer entscheiden, ob er eher ein Notebook oder Tablet haben will.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Microsoft versucht schon seit einigen Jahren, sich mit dem „Surface“ – mittlerweile in der Version 4 – in diesem Markt festzusetzen. Das Produkt ist letztlich ein sehr leistungsstarkes Tablet mit vielen Ambitionen, auch ein Notebook sein zu wollen. Mit dem „Surface Book“ will Microsoft nun diesen Markt von der anderen Seite aufrollen. Es ist – der Name deutet es auch schon an – ein Notebook, dessen Bildschirm abgenommen werden kann und das somit zum Tablet wird.

          Das Surface Book von Microsoft Bilderstrecke
          SurfaceBook : SurfaceBook

          Diese Mechanik beeindruckt und gefällt, sodass man als Tester in den ersten Minuten den Bildschirm abnimmt, wieder darauf steckt, abnimmt, und wieder darauf steckt. Beim allerersten Mal sind wir allerdings gescheitert, weil die Halterung vorher entriegelt werden muss. Das geht entweder über einen Icon in der Taskleiste oder die entsprechende Taste. (siehe Video)

          Deutlich hörbar lösen sich die Halter, ein grüner Hinweis gibt Entwarnung, der Bildschirm kann abgenommen werden. Das macht Spaß.

          Zweigeteilt

          Microsoft hat beide Teile genutzt, um die Hardware unterzubringen. Im unteren Teil sind neben der Tastatur, zwei USB-3.0-Eingängen, Kartenleseslot, Mini-Display-Port und Auflade-Einlass im Inneren auch der zweite Akku und (je nach Version) ein zusätzlicher Grafikchip des Typs GeForce Nvidia untergebracht.

          Im oberen Teil, also dem Bildschirm, der zum Tablet wird, steckt der Rest der Hardware und ebenfalls ein Akku. Dieser ist etwas kleiner ausgefallen und versorgt das Tablet nur für wenige Stunden. Ansonsten ist die Akkuleistung des Surface Book ein echtes Pfund. Microsoft verspricht zwölf Stunden, was bei normaler Nutzung auch gut hinkommt.

          Sehr schnell

          Natürlich wird bei einem solchen neuen Produkt auch mit Schnelligkeit geworben. Und Microsoft hat nicht zu viel versprochen. Wie in verschiedenen Benchmark-Tests zu lesen ist, lässt es das Macbook Pro deutlich hinter sich. Auffallen dürfte es allerdings nur Nutzern, die Videos aufwendig bearbeiten oder richtige 3D-Spiele mögen.

          Für den üblichen Gebrauch wie Mailen, Surfen, Musik hören, Videos schauen oder in Office-Programmen arbeiten, reichen aktuelle Notebooks oder Hybrid-Geräte meist aus, und das Surface Book tut es aufgrund seiner Leistung allemal. Intels i5- oder i7-Prozessor mit 2,6 Gigahertz zusammen mit dem 8 oder 16 Gigabyte großen Arbeitsspeicher dürfte vielen Nutzern für ihre Aufgaben genügen.

          Leichtes Tablet

          Der Bildschirm, der schon bei den anderen Surface-Geräten überzeugte, gefällt auch beim Book ausgezeichnet. Die Auflösung von 3000 x 2000 Pixeln bei 267 PPI ist üppig, das daraus folgende Format von 3:2, die Touch-Funktionalität sowie die Größe von 13,5 Zoll machen aus dem Display eine Oberfläche mit satten Farben und feinen Konturen, auf der man gerne arbeitet und Videos anschaut.

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