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Konsolenspiele im Test : Ballsport auf der Couch

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So nah, als wär’ man da: Fifa 16 auf der Xbox One von Microsoft Bild: FAZ.NET, EA

Mehr Sport für die heimische Spielekonsole: Zu den Neuauflagen des Jahres gehören natürlich Klassiker wie „Fifa“ und „Pro Evolution Soccer“. Vier Spiele im Vergleich.

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          Mehr Sport für die heimische Spielekonsole: Zu den Neuauflagen des Jahres gehören natürlich die Klassiker wie „Fifa“ und „Pro Evolution Soccer“. Dabei lagen die Verkaufszahlen des Erstgenannten deutlich über denen des Konkurrenten. Der Grund liegt im Wesentlichen darin, dass Hersteller EA die Lizenzen für alle Fußball-Top-Ligen und die Nationalteams exklusiv erworben hat. Nur EA darf die Originaltrikots verwenden und die Sportidole unter Klarnamen zum Leben erwecken. Pro Evolution Soccer besitzt lediglich die Lizenzen für die Mannschaften der Champions und Europaleague.

          Auf dem virtuellen Spielfeld hingegen ist keine allzu große Diskrepanz der Qualität zu entdecken. Fifa 16 spielt sich ein wenig flüssiger als der Konkurrent von Konami, die Bewegungsabläufe der Spieler sind realistischer und runder. Bei Pro Evolution Soccer wirken diese zuweilen etwas zu kantig, die Steuerung kommt nicht ganz an die hohe Präzision von Fifa 16 heran.

          In die Welt des Basketballs abgetaucht: NBA 2k16

          Der Pluspunkt von Pro Evolution Soccer ist die Atmosphäre. Der Einlauf der Teams wird von den Hymnen der jeweiligen Wettbewerbe begleitet, selbst Banner werden animiert. Liebe zum Detail zeichnet das Spiel von Anbeginn an aus. Fifa 16 setzt auf den Vorteil der Lizenzen. Fans werden einzeln und in den Trikots der Vereine animiert, während des Spiels wird der Spieler mit den Fangesängen beglückt.

          Fluch für NBA live, Segen für den Spieler

          Zum Basketball: Die Atlanta Hawks mit dem deutschen Toptalent Dennis Schröder fegten im vergangenen Jahr wie ein Wirbelsturm durch die nordamerikanische Basketball-Liga NBA – und auch dieses Jahr ist das Team kaum zu schlagen. Mit „NBA 2k16“ und „NBA live 2016“ kann man nun virtuell von der Couch aus sein Glück versuchen. Bisher hängte NBA 2k16 sein Pendant von EA regelrecht ab, war dem Konkurrenten in den meisten Belangen überlegen. Dabei hat der keine schlechte Arbeit geleistet. Doch wenn der Konkurrent das wohl beste Gesamtpaket im Sportspiel-Segment mitbringt, orientiert sich der Anspruch der Spieler daran – ein Fluch für NBA live, ein Segen für den Spieler.

          Bei NBA 2k16 taucht man tief in die Welt des Basketballs ein. Der Höhepunkt des Spiels ist abermals der Karrieremodus mit einem selbsterstellten Spieler. Wie in der Realität kann das eigene Können in „Talentspielen“ unter Beweis gestellt werden, bevor man per „Draft“ einem Team zugewiesen wird. Dabei wird alles animiert, selbst die Aufnahmezeremonie kann wie eine Fernsehübertragung verfolgt werden. Hinzu kommen Gespräche mit dem Manager, dem Trainer, Trainingskollegen und die Interaktionen mit Fans und Gegenspielern über die virtuellen sozialen Medien.

          Drumherum wurde an alles gedacht. Sportlich beginnt der Aufstieg als Neueinsteiger und führt bis hin zum gestandenen Profi. Allein dieser Spielmodus bietet schon alles, was sich der Kunde wünscht. Auch der klassische Karrieremodus, welcher bei keinem Sportspiel fehlen darf, sorgt für glänzende Augen.

          Auf dem Platz liegt NBA 2k16 wieder vor der Konkurrenz

          NBA live liefert all das ebenso, doch die Atmosphäre fehlt. Der Aufbau ist dem von NBA 2k16 ähnlich, einzig auf Animationen wird vergebens gewartet. Ähnlich verhält es sich im Karrieremodus, es fehlt das gewisse Etwas. Wer auf die Zwischensequenzen verzichten kann, ist mit NBA live 2016 indes gut beraten. Ohne größere Einflüsse kann sich der Spieler von Sieg zu Sieg in Richtung Play-offs hangeln. Auf dem Platz macht das Spiel einen guten Eindruck, die Spieler bewegen sich realistisch und zumeist auch sinnvoll. Das Erzielen von Körben und das Herausspielen guter Wurfmöglichkeiten stellt für den Anfänger eine Herausforderung dar.

          Trotzdem: Auch auf dem Platz liegt NBA 2k16 wieder vor der Konkurrenz. In einer der Realität nahe kommenden Art bewegen sich die Spieler durch die Halle. Die Steuerung ist direkt. Hinzu kommt, dass sich die Spieler je nach Konstitution unterschiedlich steuern lassen. So kann nicht immer der Wurf aus größeren Entfernungen gewählt werden, der richtige Spieler muss zuerst frei- und angespielt werden. Das taktische Denken und Spielen nimmt bei NBA 2k16 einen großen Stellenwert ein.

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