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Überwachungstechnik in China : Der Spion, der mich siebte

  • -Aktualisiert am

Chinas Überwachungstechnik macht Karriere. Supercomputer berechnen das Verhalten und erlauben Vorhersagen. Ein Geschäft, an dem auch im Westen großes Interesse herrscht.

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          Im amerikanischen Unternehmen Aspire Health werden Unmengen Gesundheitsdaten von Menschen gesammelt. Daten über Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum und das Freizeitverhalten ergänzen die Sammlung. So kann der Todeszeitpunkt eines Menschen berechnet werden. Krankenversicherungen wollen mit solchen Berechnungen Behandlungskosten in der letzten Lebensspanne ihrer Versicherten sparen. Google investiert Geld in dieses Prognosesystem, und in China soll vom Jahr 2020 an für jeden Bürger in Echtzeit ein individueller Angepasstheits-Wert, ein sogenannter Social Score, ermittelt, werden. Wer seine Steuern pünktlich zahlt, die Straße vor dem Haus fegt, sich im Nachbarschaftskomitee engagiert erhält Pluspunkte. Wer die Regierung kritisiert, bei Rot über die Straße geht oder auf öffentlichen Toiletten zu viel Klopapier verbraucht, bekommt Minuspunkte.

          Dafür ist eine Überwachung der Bürger nötig. Mit den erhobenen Daten soll auch das künftige Verhalten eines jeden Einzelnen prognostiziert werden. In den Vereinigten Staaten werden Prognosesysteme eingesetzt, um vorherzusagen, ob Strafgefangene auf Bewährung entlassen werden können, weil sie sich fortan an die Gesetze halten werden. Dafür wurde das Verhalten von mehreren tausend auf Bewährung entlassenen Strafgefangenen über Jahre hinweg protokolliert. Aus diesen Daten und aus den gesamten Lebensläufen der Freigelassenen wurden statistische Muster berechnet, unter welchen Bedingungen frühere Strafgefangene sich gesetzeswidrig verhalten haben.

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