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Kästchen im Test : Ein Duo zum TV Tuning

  • -Aktualisiert am

Macht es googelig: Android-Computer Thomson THA 100 Bild: Hersteller

Gegen die mitunter starken Lautstärke-Schwankungen kann ein kleines Kästchen helfen. Ein anderes sorgt für eine moderne Google-Oberfläche. Wir haben beide an das Fernsehgerät gestöpselt.

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          Es muss ja nicht immer gleich ein neuer Fernseher sein – finden die Hersteller von zwei kleinen Gerätschaften, die das Pantoffelkino verfeinern wollen. Eines kümmert sich um den guten Ton, das andere will die bunte Welt der Streaming-Dienste auf einen schon älteren Bildschirm holen.

          So soll ein Tonverbesserer, HDSX TV Sound Optimizer genannt, als elektronischer Außenborder ein leidiges Problem bekämpfen: Unterbrechen Werbeblöcke das Programm, wird oft der Ton lauter. Lautstärkesprünge nerven bisweilen auch beim Umschalten zwischen verschiedenen Programmen, und wer allzu dramatische Filmmusik auf ein moderates Maß reduziert, dämpft damit zugleich die Dialoge. Dies alles soll der Vergangenheit angehören, wenn das kleine Aluminiumkästchen mit der HDSX-Elektronik in Aktion tritt.

          Ganz so exotisch ist diese Verheißung nicht; „Nachtmodus“ genannte Einstellungen in manchen Fernsehern und Soundbars versprechen Ähnliches. Aber wenn diese Klangoption fehlt, könnte das Zusatzkästchen, Preis um 120 Euro, tatsächlich helfen. Es wirkt allerdings nur auf externe Lautsprecher: Der Fernseher führt dem Gerät über eine optische Verbindung digitalen Stereoton zu, ein weiteres optisches Kabel verbindet den HDSX-Prozessor mit einer Soundbar. Über eine analoge Klinkenbuchse kann zudem ein Kopfhörer an das Kästchen andocken.

          Für den Ton: HDSX TV Sound Optimizer
          Für den Ton: HDSX TV Sound Optimizer : Bild: Hersteller

          Zwei Schalter, einer für den digitalen, einer für den analogen Signalweg, knipsen die Prozessor-Wirkung ein und aus. Zunächst fällt auf: Die HDSX-Elektronik reduziert die Gesamtlautstärke deutlich. Und sie ebnet heftige Lautstärkeschwankungen wirklich ein, leistet also vor allem zu später Stunde durchaus Sinnvolles. Aber natürlich planiert der kleine Außenborder dabei auch die Programmdynamik; für Konzerte würden wir ihn ausschalten.

          Moderne Google-TV-Oberfläche

          Das zweite Kästchen, ganz in Weiß, ist ein kleiner Android-Computer mit dem Typenkürzel THA100, der jedem über HDMI angeschlossenen Fernseher auf Wunsch eine moderne Google-TV-Oberfläche verpasst.

          Sie listet, ordentlich sortiert, alle wichtigen Streaming-Dienste mit ihren Logos auf, Youtube und die Mediatheken der Sender sind ebenfalls dabei. Obendrein hält der virtuelle App-Laden Google Play ein ganzes Universum weiterer Videoquellen und Programme bereit. Äußerlich ähnliche Gerätschaften gibt es in unzähligen Varianten für ein Taschengeld, etliche kommen direkt aus China. Wir haben mit solchen TV-Boxen nicht immer gute Erfahrungen gemacht: Lausige Oberflächengrafiken bestimmen nicht selten das Bild, unzureichende Prozessorleistung lässt gelegentlich die Filme stottern, der Android-Unterbau verweigert oft die Wahl der passenden Bildfrequenz.

          Ganz anders die weiße Schachtel, die den Markennamen Thomson trägt. Hier lässt sich die Bildwechselfrequenz genau ans Programm anpassen – 50 Hertz für europäisches TV, 60 Hertz für Videos aus Amerika, 24 Hertz für Digitalfassungen von Kinofilmen. Praktisch bedeutet das: Alles Videomaterial läuft flüssig und ohne Ruckeln, selbst mit Filmen in UHD-Auflösung kommt die kleine Elektronik-Box klaglos zurecht. Wir haben einmal spaßeshalber das Programm Kodi installiert, einen universellen, technisch anspruchsvollen Medienplayer, der zum Beispiel auf alles zugreifen kann, was auf einem Medienserver im Heimnetz oder auf einer über USB angestöpselten Festplatte lagert. Auch dieses Programm kann die kleine Elektronik-Box souverän handhaben, und so finden wir: Ihr Preis von etwa 100 Euro geht in Ordnung.

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