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Tipps & Tricks : Frühjahrsputz für Windows

Bild: © Boris Lyubner/Illustration Wor

Nicht nur die eigenen vier Wände, auch der persönliche Computer muss regelmäßig gepflegt werden. Aufräumen, sichern und schützen: Wie man seinen Rechner fit für den Sommer macht.

          Der alte Rechner wird immer langsamer, das Hochfahren bietet Anlass zur Kaffeepause: Jetzt ist Zeit für einen Windows-Frühjahrsputz: Aufräumen, Daten sichern und das System vor Schadsoftware schützen. Man beginne zunächst mit einigen Gedanken zum Betriebssystem. Wer noch immer Windows XP einsetzt, das vor zwölf Jahren auf den Markt kam, sollte über eine aktuellere Version nachdenken. XP ist die unsicherste und am häufigsten infizierte Windows-Version, wie die Computerzeitschrift „c’t“ schreibt, und da es vom April kommenden Jahres an keine Updates mehr für XP geben wird, werden neu entdeckte Sicherheitslücken fortan nicht mehr geschlossen. Nach einschlägigen Schadsoftware-Reports ist XP derzeit auf jedem vierten internetfähigen PC installiert. Es wird doppelt so häufig von Viren und Trojanern angegriffen wie die neueren Windows-Versionen. So gute Dienste XP in den vergangenen Jahren auch geleistet haben mag: Es ist Zeit für den Wechsel.

          Profitiert vom regelmäßigen Aufräumen: Ein Notebook mit Microsofts Betriebssystem Windows 7
          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wer sich für Windows 7 oder Windows 8 entscheidet, bekommt zunächst die zahlreichen Schutzfunktionen, die Microsoft seither entwickelt hat. Etwa die Speicherverwürfelung, die Angreifern das Ausnutzen von Sicherheitslücken erschwert, oder die „Verbindlichkeitsstufen“, die quasi unterschiedliche Systemebenen für den Zugriff auf Betriebssystem und Benutzerdaten einziehen. Was aus unsicheren Quellen kommt (zum Beispiel Inhalte vom Web-Browser), darf nicht auf Benutzerdaten oder Systemprozesse zugreifen. Für Windows 7 stehen die Microsoft Security Essentials als Virenschutz zur Verfügung, in Windows 8 ist es der Defender. Beide Systeme sind gratis und bieten nach Einschätzung der „c’t“ einen „soliden Grundschutz“: „Zwar schneidet die Konkurrenz in Tests besser ab, diese ist jedoch entweder kostenpflichtig, aufdringlich - oder beides.“

          Spuren in der Registrierungsdatenbank löschen

          Windows 7 und Windows 8 laufen selbst auf einem zwei oder gegebenenfalls drei Jahre alten Rechner hinreichend flott. Es muss nicht einmal die aktuelle Prozessorengeneration sein, schon ein Core-2-Duo mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ist hinreichend. Wer mit einem neueren Windows arbeitet, kann seinen Rechner durch das Löschen nicht mehr benötigter Software spürbar beschleunigen. Das gilt übrigens auch für manche Neuanschaffung, die von Haus aus mit sogenannter „Crapware“ bestückt ist: Testversionen, die schon nach kurzer Zeit mit aufploppenden „Kauf-mich“-Fenstern nerven und anderer Mist („crap“), den niemand will. Sogenannte „Spyware“ bietet ihre Dienste unentgeltlich an, spioniert aber den Nutzer aus. Auf einem jüngst erworbenen Acer-Notebook haben wir in einer mehrstündigen Putzaktion rund drei Dutzend (!) dieser Ärgernisse entfernt. Man gehe in die Systemsteuerung und wähle das Untermenü Programme.

          Eine deinstallierte Software hinterlässt dann noch immer Spuren, nämlich in der Registrierungsdatenbank von Windows. Die kann man manuell beseitigen - oder automatisch mit einer bewährten Gratis-Software namens CCleaner (www.piriform.com). Das Programm ist nahezu selbsterklärend. Der Menüeintrag „Registry“ und ein Klick auf „Nach Fehlern suchen“ starten den ersten Reinigungsgang. Wenn jetzt Hunderte von „Fehlern“ aufgeführt werden, gibt es trotzdem keinen Anlass zur Sorge. Man kann die fehlenden oder falschen Einträge mit „Fehler beheben“ flink korrigieren. Übervorsichtigen Zeitgenossen wird vor dieser Operation ein Backup angeboten. Am besten wiederhole man die Registry-Reinigung zwei-, dreimal, denn in einem einzigen Durchlauf sind nicht alle Spuren zu beseitigen. Abschließend oder zwischendurch mag man den Rechner neu starten.

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