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Internetverbindung : Jetzt klappt es auch mit dem W-Lan

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Möbel umräumen, Spiegel aufbauen: Was tut man nicht alles für ein gutes Netz. Wir haben es ausprobiert. Worauf muss man achten für die bestmögliche Drahtlosverbindung?

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          Das kann dem besten Hausmann passieren: Das Küchenradio, es empfängt die Musik übers Internet, hat regelmäßig Aussetzer. Am Netzzugang liegt es nicht: V-DSL mit 50 MBit/s sind hinreichend schnell. Der Anschluss ist stabil. Nun beginnt eine aufwendige Fehlersuche. Die Firmware des Radios wird aktualisiert, die zugehörige App ebenfalls. Sämtliche naheliegenden und möglichen Ursachen werden in einer mehrtägigen Aktion geprüft, doch der Musikempfänger an sich arbeitet fehlerfrei.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Im zweiten Schritt wird noch einmal das W-Lan in den Blick genommen. Das Drahtlosnetz kann tückisch sein. Funkschatten stören ebenso wie das W-Lan des Nachbarn. Anlass genug, sich mit der Netzplanung für die eigenen vier Wände auseinanderzusetzen, vor allem, wenn demnächst 4K-Videos auf der Agenda stehen. Wie sieht eine optimale Versorgung mit Wireless-Lan aus? Im Wohnzimmer sollen hochaufgelöste Videos ruckelfrei auf dem Fernsehgerät erscheinen, dafür braucht man viel Bandbreite. Was ist mit dem Kinderzimmer? Youtube abends im Bett - oder vorsichtshalber in allen Schlafzimmern wenig W-Lan-Strahlung für eine gesunde Nachtruhe?

          Am besten steht der Router in der Mitte des Heims

          Interessanterweise kann man in Haus oder Wohnung mit wenigen Handgriffen viel erreichen. Schon die Positionierung und Einrichtung des W-Lan-Routers macht den Unterschied. Einige physikalische Grundregeln sind schnell aufgezählt: Je größer die Entfernung zwischen Router und Empfangsgerät, desto schwächer das Signal, desto geringer der erzielbare Datendurchsatz. Neben der Strecke sind auch das eingesetzte Frequenzband und die Umgebung weitere Einflussgrößen für eine gelungene Heimvernetzung.

          So ist schnell klar: Am besten steht der Router in der Mitte des Heims, um eine gleichmäßige Ausleuchtung aller Zimmer zu erreichen. Schon geringfügiges Drehen und Verschieben des Geräts kann deutliche Auswirkungen haben. Man nehme sich die Zeit für eigene Versuche. Schlecht fürs W-Lan ist alles, was Feuchtigkeit enthält: Wäscheständer, sehr große Blumentöpfe, Boiler und Ähnliches bringen erkennbare Beeinträchtigungen mit. Frequenzen oberhalb von 100 Megahertz werden an Wänden und Flächen gespiegelt, Metallelemente reflektieren das Funksignal und erzeugen Funkschatten. Und umgekehrt können ein sorgfältig plaziertes Kuchenblech oder ein Spiegel als Reflektor für bessere Funkausleuchtung sorgen. Man muss experimentieren.

          Bei Routern mit externen Antennen gilt die Regel: In senkrechter Position versorgen sie das aktuelle Stockwerk optimal, in der Waagrechten hingegen werden die darunter und darüber liegenden Etagen besser ausgeleuchtet. Hat der Router Antennenbuchsen, und arbeitet er in nur einem Frequenzband, können stärker bündelnde Rundumstrahler für eine sehr deutliche Reichweitenverlängerung sorgen.

          Nach der Hardware kommt die Software, man starte die Bedienungsoberfläche seines Routers, bei der weitverbreiteten Fritzbox von AVM mit der Browser-Adresse fritz.box. Viele Router bieten eine Reduzierung der Sendeleistung an, obwohl die damit verbundenen Energieeinsparungen vernachlässigbar gering sind. Hier wähle man also 100 Prozent für volle Leistung, im Beispiel der Fritzbox gehe man über „W-Lan“ und „Funkkanal“ und suche in den „weiteren Einstellungen“.

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