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Textverarbeitungsprogramme : Das letzte Word

Bild: F.A.Z.

Es muss nicht immer Microsoft sein: Auch jenseits von Word gibt es gute Textsysteme. Was ausgesuchte Rivalen können.

          6 Min.

          Kurze Pause am Badesee während einer längeren Radtour. Da war doch noch etwas an einem Text zu verbessern, kommt plötzlich der Gedanke. Nichts einfacher als das. Word auf dem Smartphone ist schnell gestartet, und weil alle Dateien in der Cloud liegen, holt sich das Handy binnen weniger Sekunden das gesuchte Textdokument. Auf dem Smartphone kann man tippen oder diktieren, halbwegs bequem sogar längere Passagen ändern oder gar einen ganz neuen Text beginnen. Die enge Verknüpfung der Microsoft-Textverarbeitung mit dem Microsoft-Cloud-Dienst Onedrive und den mobilen Apps ist die Voraussetzung für ein dergestalt flexibles und flüssiges Arbeiten.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Was für eine jüngere Generation, die sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen kann, selbstverständlich ist, war es natürlich in den Anfangszeiten der Textverarbeitung nicht. Als die ersten erschwinglichen Heimcomputer in den 1980er Jahren aufkamen, war die computerisierte Bearbeitung von Texten das Mammutprojekt schlechthin. Man ahnte, wohin es gehen würde: das Ende der Schreibmaschine, die Möglichkeit, ganze Bücher an einem eigenen Rechner zu schreiben, zu bearbeiten und am Ende druckfertig auszugeben. Aber die Schritte dahin waren mühselig. Die ersten Computer-Monitore mit grüner oder bernsteinfarbener Schrift konnten nicht einmal eine ganze Buchzeile in der Breite darstellen. Die Rechner waren teuer, aber nicht hinreichend leistungsfähig, um längere Manuskripte im Speicher zu halten. Und die ersten Festplatten waren ebenfalls ein gefragtes Luxusgut mit stets zu wenig Kapazität. Dramen spielten sich ab, wenn die Maschinen abstürzten, und das taten sie oft. Unvergessen sind Episoden wie der Verlust sämtlicher Fußnoten einer langen wissenschaftlichen Arbeit.

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