https://www.faz.net/-gy9-9wchz

HP Elite Dragonfly : Überstunden leicht gemacht

Mit Stift bedienbar: HP im Tabletmodus Bild: Hersteller

Das Notebook Elite Dragonfly von HP wiegt wenig und läuft rund um die Uhr, allerdings muss man dafür ein paar Abstriche machen und die stärkere Variante wählen.

          3 Min.

          Das ist mal eine Ansage: Vollmetallgehäuse, trotzdem nur rund ein Kilogramm leicht und eine Akkulaufzeit von 24 Stunden. Da scheint HP die Quadratur des Kreises gelungen zu sein, die Rede ist vom neuen Business-Notebook Elite Dragonfly. Wir haben es ausprobiert und zunächst einen Blick in das Kleingedruckte geworfen, nämlich die technischen Daten und Ausstattungsvarianten erforscht. Siehe da: Es gibt das Notebook in zwei Ausstattungsvarianten, einmal mit 38-Wattstunden-Akku und sodann mit 56-Wattstunden-Kapazität. Nur das Letztgenannte liefert nominell 24 Stunden Laufzeit, mit dem größeren Akku ist das Gerät jedoch etwas schwerer, es wiegt dann statt 990 Gramm 1,1 Kilo.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Der kleinere und leichtere Akku soll indes immerhin für 17 Stunden gut sein. Ferner ist auch nur eines der drei Displays auszuwählen, um die lange Laufzeit zu erreichen, nämlich die Full-HD-Anzeige mit einer Helligkeit von kargen 400 Candela je Quadratmeter. Wer sich für eine der beiden besseren Anzeigen mit 4K-Auflösung und bis zu 1000 Candela je Quadratmeter entscheidet, muss abermals Einbußen hinsichtlich der Laufzeit in Kauf nehmen.

          Unser Testgerät war als Langläufer konzipiert, brachte also den stärkeren Akku sowie die kleinste Anzeige mit und war etwas besser ausgestattet als das Basismodell für 2000 Euro mit seiner 256-Gigabyte-SSD. Hier kam nun eine angemessen große 512-Gigabyte-SSD zum Einsatz, dazu ein 16-Gigabyte-RAM und ein Core-i5 der achten Generation, ein 8265 U. Warum dieser alte Prozessor? Die vPro-Fernwartungsfunktionen von Intel gibt es noch nicht für die aktuelle, zehnte Prozessorengeneration.

          Schlanker Schönling: Notebook HP Elite Dragonfly

          Dem Alter entsprechend ist die Rechenleistung noch in Ordnung. Allerdings hat HP zur CES bereits einen identisch aussehenden Nachfolger des Dragonfly mit aktuellem Chip angekündigt. Wer mehr Geschwindigkeit benötigt, sollte warten. Die Konfiguration des aktuellen HP ist auf einen möglichst leisen Betrieb ausgerichtet, der Lüfter springt nur selten an und rauscht dann mild. Auch an den Gehäusetemperaturen gibt es nichts auszusetzen.

          Display spiegelt stark

          Das Dragonfly ist mit Maßen von 30,5 × 19,8 × 1,6 Zentimeter sehr kompakt, und die Verarbeitungsqualität ist bestens, das Notebook wirkt verwindungssteif. Die berührungsempfindliche Anzeige mit einer Diagonale von 13,3 Zoll spiegelt stark, aber sie ist nicht zu dunkel. Jedenfalls gilt das im Einsatz am Schreibtisch. Draußen bei hellem Sonnenschein zeigen sich schnell die Grenzen. Das Display lässt sich komplett nach hinten drehen, so dass man das Notebook kommod im Tabletmodus betreiben kann. Ein dann sinnvoller Stift zur Bedienung gehört in allen Versionen zum Lieferumfang.

          An der linken Seite liegen der Ein- und Ausschalter sowie eine klassische USB-A-Buchse. Rechts findet man neben einer HDMI-Buchse und dem analogen Audioausgang zweimal USB Typ C mitsamt Thunderbolt 3 und Display-Port-Ausgabe. Das W-Lan-Modul unterstützt den neuen Standard Wi-Fi 6, und in manchen Varianten gibt es ein LTE-Mobilfunkmodem. Der Schacht für die zugehörige Nano-Sim-Karte befindet sich auf der linken Seite. Der Nachfolger soll ein 5G-Modem erhalten.

          Gerüstet für 5G-Mobilfunk

          Die Tastatur bietet einen sehr gleichmäßigen Anschlag mit mittlerem Tastenhub. Sie erlaubt dem 10-Finger-Schreiber ein hohes Tempo, allerdings sind einige Sondertasten in einem etwas eigenwilligen Layout angeordnet. Indes gibt es eigene Tasten zum Start und Ende von Videotelefonaten. Auch das Trackpad gefällt. Man beachte ferner, dass die Webcam am oberen Bildschirmrand mit einem Schieber physisch deaktiviert werden kann. Er deckt aber nur die optische Linse ab, und nicht die zweite, die zur biometrischen Gesichtserkennung mit Windows Hello dient. Um das Gerät zu entsperren, sind beide Kameras erforderlich.

          Zum Schluss bleibt die spannende Frage nach der realistischen Akkulaufzeit im Praxisbetrieb. Stellt man die Helligkeit auf einen mittleren Wert, kommt man auf rund 13 bis 14 Stunden, das ist eine sehr ordentliche Leistung. Mit dem leichteren Akku sinkt nach Herstellerangaben die Laufzeit um ein Drittel.

          Mit langem Akkubetrieb, niedrigem Gewicht und einem bestens verarbeiteten Gehäuse ist das Dragonfly eines der interessantesten und besten Convertible auf dem Markt. Die aufgerufenen Preise sind allerdings stolz: Das aktuelle Spitzengerät mit Core-i7-Prozessor der achten Generation, 16 Gigabyte RAM und 1-Terabyte SSD steht mit 2600 Euro in der Preisliste. Auch deshalb kann es sich vielleicht lohnen, auf den Nachfolger zu warten.

          Weitere Themen

          Mazda CX-30 Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Fahrbericht : Mazda CX-30

          Unters Blechkleid des jüngsten Mazda-SUV stecken die Japaner auf Wunsch ungewöhnliche Motorentechnik: den Benziner mit Kompressionszündung.

          Topmeldungen

          An der Börse fallen die Kurse auf breiter Front.

          Neue Wirtschaftswelt : Jenseits des Virus

          Die Menschen müssen lernen, sich in einer Welt mit niedrigem Wachstum, niedriger Inflation und niedrigen Zinsen zurecht zu finden – ganz unabhängig vom Coronavirus.
          Amerikas Präsident Donald Trump: Einigung mit der Taliban steht bevor.

          Neues Abkommen : Trump bestätigt Einigung mit Taliban

          Der Krieg in Afghanistan ist der längste in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Nun steht ein Abkommen mit den Taliban bevor. Präsident Trump kündigt an, seinen Außenminister Pompeo zur Unterzeichnungszeremonie nach Doha zu schicken.
          Sicher ist sicher: Die Kunden decken sich mit Konserven und Einmachgläsern ein.

          Vorratskäufe nehmen zu : Hamstern in der Mittagspause

          Ein Wagen voller Konserven ist auch in Zeiten des Coronavirus noch kein Indiz für einen „Prepper“. Dennoch zeigt sich in den Supermärkten, dass es mehr Vorratskäufe gibt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.