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Technikjahr 2022 : Zur rechten Zeit den Schirm putzen

  • -Aktualisiert am

Vorfahrt fürs Smartphone: das vernetzte Rad, hier von Panasonic Bild: Hersteller

Die Zukunft des Technikjahres 2022 ist schon Gegenwart. Auch in diesem Jahr stehen schöne Neuheiten auf der Agenda. Auf was man sich freuen darf.

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          Dass Corona den Weg der technischen Entwicklungen maßgeblich prägt oder sogar ändert, zeigt ein erster Blick auf die Tendenzen des jungen Technikjahres 2022. Mehr Flexibilität ist angesagt, vor allem in der PC-Welt, wo das mobile Arbeiten und das Homeoffice alte Strukturen aufbrechen und neue Ideen erfordern. Das führt beispielsweise Asus mit seinem spektakulären Zenbook 17 Fold vor: Es handelt sich um ein Windows-Tablet mit einer Diagonale von 17,3 Zoll, das sich zusammenfalten lässt und auf diese Weise während des Transports besonders kompakt ist, aufgeklappt indes eine riesige Arbeitsfläche zur Verfügung stellt.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Eine ähnliche Idee hatte Lenovo bereits im vergangenen Jahr gezeigt, nur ist deren Thinkpad X1 Fold deutlich kleiner. Das Zenbook kann entweder eine Tastatur auf einer Bildschirmhälfte abbilden oder man verbindet mit einem Bluetooth-Keyboard. Die CES-Neuerscheinung kommt Mitte des Jahres in den Handel und bringt einen Intel-Prozessor der zwölften Generation mit.

          Das Lenovo Thinkbook Plus der dritten Generation erscheint ebenfalls im Laufe des Jahres und bietet neben dem großen 17,3-Zoll-Display mehr Flexibilität durch eine zusätzliche berührungsempfindliche 8-Zoll-Anzeige, die das Arbeiten mit einem Stift unterstützt.

          Flexibel: Asus Zenbook 17 Fold mit externer Tastatur Bilderstrecke
          Technikjahr 2022 : Zur rechten Zeit den Schirm putzen

          Die zwölfte Core-i-Generation verbaut auch Dell mit seinem neuen XPS 13 Plus, ein spektakuläres Gerät mit einer Tastatur, die sich komplett vom linken bis zum rechten Gehäuserand erstreckt und auf die obere Funktionstastenreihe zugunsten einer Sensorfläche verzichtet. Das Touchpad hat ebenfalls keine sichtbaren Grenzen, es liegt unterhalb der Tastatur als Teil der aus Glas gefertigten Handballenablage. Das XPS 13 Plus kommt im Frühjahr in den Handel.

          Mehr Videokonferenzen überall, und damit wird an jedem Notebook und jedem Monitor ein Detail wichtiger, das bislang nur ein Schattendasein fristete: Die Webcam aktueller Geräte wird mit 4K auflösen, damit Teams und Gesprächspartner besser denn je sichtbar sind. Dell und Samsung bringen 32-Zoll-Monitore mit solchen Kameras, auch hier ist jedoch auf den Marktstart noch zu warten.

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          Flexibilität in ganz anderer Hinsicht steht für Besitzer eines Android-Smartphones ins Haus: Der virtuelle Autoschlüssel ersetzt den realen, der Digital Car Key erreicht die Google-Welt. Zum Entsperren des Autos und Starten des Motors reicht das Smartphone. Freunde des Hauses Apple kennen den digitalen Autoschlüssel schon länger, und beide Smartphone-Sphären werden im Technikjahr 2022 weitere digitale Dokumente aufnehmen, etwa den Personalausweis.

          Auch die Sportuhr wird zum Datenträger, und dabei geht es nicht nur um die Daten körperlicher Ertüchtigung, sondern um das kontaktlose Bezahlen, wie es Garmin schon seit Langem anbietet. Die zur CES gezeigte Venu 2 Plus ist indes die erste Sportuhr des Unternehmens, die Bluetooth-Telefonie und Sprachassistenten unterstützt. Sportler, die hart im Nehmen sind, werden indes auf die Fenix 7 warten, die nach unbestätigten Gerüchten am heutigen Dienstag vorgestellt wird.

          Preis und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt

          Eine große Zäsur bringt das neue Jahr hinsichtlich der Bildschirmtechnik, ein Vorgang, der in jedem Jahrzehnt höchstens einmal vorkommt. Die Innovation heißt QD-Oled und könnte Oled, die derzeitige Königsklasse der TV-Bildschirme, schon bald beerben, denn sie soll vieles noch besser machen: heller leuchten, das Risiko von Einbrenn-Effekten vermeiden und den Energiebedarf reduzieren. QD-Oled-Schirme arbeiten wie konventionelle Oled-Modelle mit selbstleuchtenden Halbleiterzellen aus organischem Material. Doch die Leuchtpünktchen senden hier nur monochromes blaues Licht aus. Für die Farben sind Quantum Dots zuständig, winzige kristalline Halbleiter, die sich, vom blauen Licht angestrahlt, zum Leuchten in sehr farbreinen Spektren anregen lassen. Samsung entwickelt die Technik schon seit geraumer Zeit, doch das erste Gerät namens A95K wurde jetzt von Sony angekündigt, Preis und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt.

          Auch bei den Beamern gibt es Spannung pur: Ein neues Gerät, das Freestyle heißt, kann kein kantiger Langweiler sein. Der neue Bildwerfer von Samsung steckt in einem runden Gehäuse und leuchtet, gestützt auf einen gelenkigen Standfuß, überall hin, wo sein Publikum bewegte Bilder sehen möchte. Die Video-show klappt sogar im Bett: Die Zimmerdecke übernimmt dann die Rolle der Leinwand. Die kleine Heimkino-Kanone birgt durchaus erwachsene Technik. So schafft sie Wandbilder mit 250 Zentimeter großen Diagonalen in Full-HD-Auflösung, setzt langlebige LED-Zellen als Lichtquellen ein und erledigt die üblichen geometrischen Entzerrungen automatisch. Eingebaute Lautsprecher, die rundum abstrahlen, verteilen den Ton im Raum, und eine Nutzeroberfläche, die aussieht wie die Startseiten auf den smarten Fernsehern des Herstellers, bietet Videostreaming aus allen wichtigen Quellen an. Auf eine Steckdose kann der Freigeist allerdings nur verzichten, wenn ein externer Akku in greifbarer Nähe ist. Der Überall-Beamer soll 1000 Euro kosten, wenn er im Frühjahr erscheint.

          Dass smarte Technik in jedes nur denkbare Alltagsprodukt einzieht, ist eine Tendenz, die in diesem Jahr fortgesetzt wird. Das E-Bike Zen Rider von Panasonic kommt mit Smartphone-Anbindung, und die Elektroräder von Vanmoof werden mit dem ganz neuen Modell „V“ nicht nur bis zu 50 km/h schnell, sondern sind mit Apples Airtags bestens gegen Diebstahl geschützt. Die Anbindung ans Handy hat auch die smarte IO-Zahnbürste von Oral-B. In der jüngsten Neuvorstellung Series 10 wandert die geballte Rechenpower gar in den Standfuß, der optisch signalisiert, welche Bereiche im Mundraum noch intensiver zu putzen sind.

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