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Technics Ottava SC-C50 im Test : Für viele Quellen

  • -Aktualisiert am

Streaming-System Technics Ottava SC-C50 Bild: Hersteller

Die Streaming-Anlage Ottava SC-C50 von Technics bietet Musikquellen auf allen erdenklichen Wegen Anschluss. Auch die klanglichen Resultate überzeugen.

          Eine bogenförmige Schallwand, kaschiert mit schwarzem oder hellgrauem Stoff, eine geriffelte Rückwand, ein Oberdeck aus einer dicken, gebürsteten Aluminiumplatte, darin ein rundes Anzeige-Fensterchen, umringt von ein paar Texten für elementare Funktionen – viel mehr zeigt die kleine, nur 37,5 Zentimeter breite Streaming-Anlage Ottava SC-C50 von Technics nicht her. Innen aber ist sie vollgepackt mit Technik: Drei konzentrisch angeordnete Kombinationen aus Hoch- und Mitteltönern richten den Schall mit Hornkonstruktionen nach vorn und zu den Seiten. Sie sollen dem kompakten Apparat zu überzeugender Stereowiedergabe verhelfen. Ein Mono-Bass, unterstützt von einem Reflex-Kanal, steuert die tiefen Frequenzen bei.

          Musikquellen finden auf allen erdenklichen Wegen Anschluss. Über W-Lan zum Beispiel können Festplattenarchive, Internet-Radio und Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer und Tidal aufspielen. Die App „Technics Audio Center“ verwaltet das tönende Universum. Komfortabel: Mobile Geräte von Apple können über Airplay funken, Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystemen stellen Direktverbindungen über Chromecast her. Das klappt dann sogar mit Youtube-Musikclips.

          Bluetooth bietet sich als alternativer Übertragungsweg an, und über Hardware-Verbindungen können weitere Musiklieferanten mitspielen – mit Audio-Dateien beladene USB-Sticks zum Beispiel oder Player, die über einen optischen Digital-Eingang oder eine analoge Klinkenbuchse andocken. Wer Tonschätze in hohen Auflösungen sammelt, kann sie dem kleinen Technics-System getrost zumuten: Dessen Signalverarbeitung verträgt selbst anspruchsvollste Digitalkost in allen gängigen Formaten.

          Auch die akustische Anpassungsfähigkeit gefällt: Die Technics-App bietet nicht nur Klangregler für Bässe, Höhe und Mitten, sie adaptiert die Wiedergabe auch an den Aufstellungsort, sorgt also für Frequenzgang-Korrekturen, wenn das Gerät vor einer Wand oder in einer Raumecke spielt. Eine Einmess-Prozedur mit Testtönen kann diese Akustik-Justage sogar noch verfeinern. Das Smartphone-Mikrofon dient dann als Schallaufnehmer.

          Die klanglichen Resultate überzeugen: Die zierliche Anlage macht der großen HiFi-Tradition ihrer Marke alle Ehre – mit eher warmem Timbre, natürlichen Klangfarben, kräftigen, recht tiefen, aber unaufdringlichen Bässen und einer überraschend breiten Stereo-Bühne. Zwar lässt sich die Ottava-Anlage mit einem zweiten Exemplar koppeln, um eine noch größere Stereo-Basis zu erzielen – doch wir waren eigentlich schon mit dem Single-Auftritt glücklich. Und was den Preis betrifft: Die 750 Euro für dieses musikalische, elegante und technisch anspruchsvolle Stück Elektronik sind sehr gut angelegt.

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