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Kaufberatung : Welches Tablet ist das beste?

Für viele ist das Tablet der bessere und einfachere Rechner. Bild: F.A.S.

Apple bringt ein neues iPad Mini und ein iPad Air auf den Markt. Doch in der Android-Welt sind die jungen Rivalen ebenfalls stark.

          Der Spagat zwischen einem großen Display und einfacher Handhabung ist ihre Stärke: Tablet-Rechner öffnen in der Freizeit das Fenster zum Internet, mit ihnen liest man auf dem Sofa, blättert durch die Fotosammlung, schaut einen Film oder vergnügt sich mit Spielen. Tablets sind Universalisten, die mit ihrer Leichtigkeit überzeugen. Das bezieht sich nicht nur auf ihr Gewicht, sondern auch auf den geradezu spielerischen Umgang, das flinke Hochfahren und die lange Akkulaufzeit. Für viele ist das Tablet der bessere und einfachere Rechner. Der Markt ist inzwischen gesättigt. In Deutschland sind nach Angaben von Statista rund 40 Millionen Geräte im Einsatz, daran haben die Flachrechner von Apple einen Marktanteil von 65 Prozent, Android kommt auf 35 Prozent. Alle Versuche von Microsoft, sein Betriebssystem Windows 10 auch im Tabletmodus zu vermarkten, sind eine Nullnummer mit einem Markanteil von 0,5 Prozent. Das wundert kaum, denn das Windows-Erlebnis mit Stift oder Finger ist meist eine hakelige Angelegenheit. Für schöne Stunden mit den flachen Geräten ist also ein Produkt aus der Google- oder Apple-Welt angesagt.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Android-Tablets haben den riesigen Vorteil, dass sie in jeder Preisklasse, Bauform, Speicherausstattung und Verarbeitungsqualität erhältlich sind. Ein Amazon Fire mit 7-Zoll-Bildschirm kostet keine 50 Euro, und ein Lenovo Tab E7 bleibt unter 100 Euro. So günstig kann der Einstieg sein, wenngleich man von diesen Modellen mit mickriger Bildschirmauflösung, unzureichendem Speicherplatz und lahmem Prozessor nicht viel erwarten darf. Eine Stufe höher sind Tablets mit größerer Anzeige um die 10 Zoll angesiedelt. Zu Preisen von 150 Euro oder weniger bekommt man teils schon Full-HD-Auflösung und mehr Speicher. Etwa von Amazon den Fire HD 10, von Trekstor das Surftab Breeze 10.1, von Acer den Icona One 10 oder das Mediapad T3 von Huawei.

          So richtig viel Spaß machen diese Geräte allerdings noch nicht, und meist ist auch ein uraltes Android-Betriebssystem aufgespielt, das keine Updates mehr erhält. Wer attraktive Modelle mit viel Tempo und toller Anzeige sucht, werfe zum Beispiel einen Blick auf das Huawei Mediapad 5 mit 8-Zoll-Bildschirm, hoher Auflösung und 32 Gigabyte Speicher. Das kostet dann rund 300 Euro oder 350 Euro, sofern man die größere Variante mit 10,8-Zoll-Display wählt.

          Samsung Tab S5 e

          In der Oberklasse der Android-Tablets spielen vor allem die Flaggschiffe von Samsung. Das Galaxy Tab S4 vom Herbst vergangenen Jahres und das jetzt in den Handel kommende Galaxy Tab S5 e bilden mit ihrem Super-Amoled-Display in einer Diagonale von 10,5 Zoll und mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixel die Luxusklasse. Beide Samsungs sind mit 480 (S4) und 400 Gramm besonders leicht. Sie sind nur 7 Millimeter (S4) und 5,5 Millimeter dünn, haben vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte internen Speicher, der sich zudem mit Micro-SD-Karten erweitern lässt. Beide kommen mit hochwertigen Lautsprechern, nicht nur für Film und Video. Die kleinen Unterschiede zwischen Alt und Neu: Nur das S5 e hat einen biometrischen Fingerabdrucksensor im Ein- und Ausschalter, während nur das S4 mit dem Samsung-Stift arbeitet, den der Hersteller S Pen Stylus nennt. Das S5 e ist etwas günstiger, es kostet empfohlene 420 Euro, während das S4 mit 650 Euro in der offiziellen Preisliste steht, aber als bereits länger verfügbares Gerät einen deutlich niedrigeren Straßenpreis hat. Auch ist das S4 das schnellere Tablet, das S5 e muss sich mit einem Mittelklasse-Prozessor von Qualcomm bescheiden. Beide Geräte sind gegen Aufpreis mit einem LTE-Mobilfunkmodul erhältlich.

          iPad Pro II

          Wer sich lieber in der Apple-Welt umschaut, hat dafür meist gute Gründe: die hohe Qualität von Software und Hardware, das sichere Betriebssystem, die reibungslose Zusammenarbeit mit iPhone und Mac, viele Apps, die es nicht für Android gibt, und natürlich die Nachhaltigkeit von Apple-Produkten, die jahrelang Sicherheits- und andere Updates erhalten, auf dass man auch nach fünf Jahren noch auf dem neuesten Stand ist.

          Die derzeit erhältlichen fünf iPad-Varianten unterscheiden sich hinsichtlich Arbeitsspeicher, Prozessor, USB-Port und biometrischem Schutz. Alle iPads lassen sich mit einem zusätzlichen LTE-Modul bestellen, das einen Aufpreis zwischen 130 und 170 Euro kostet. Alle erlauben den Einsatz eines Stifts zum Zeichnen und Annotieren, es gibt allerdings zwei Stift-Versionen, einen älteren der ersten Generation für 100 Euro und einen neueren für 135 Euro. Der Akku des Pencil 2 lässt sich induktiv laden, der alte hat zu diesem Zweck einen Lightning-Ladeanschluss.

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