https://www.faz.net/-gy9-8et14

Playstation VR : Sonys VR-Brille ist die günstigste

Signifikant für das Aussehen der Playstation VR: der leuchtende Rand Bild: AP

Sony ist zwar spät dran. Doch nachdem Oculus und HTC bereits ihre VR-Brillen Anfang des Jahres angekündigt haben, überraschen die Japaner mit dem niedrigsten Preis.

          2 Min.

          Die Playstation VR von Sony wird ab Oktober in Japan, Nordamerika, Europa und Asien zu kaufen sein. In Deutschland kostet die VR-Brille 399 Euro. Damit ist Sony nach Oculus Rift und HTC Vive das dritte Unternehmen, das eine Brille dieser Art auf den Markt bringt. Im Vergleich zur Konkurrenz haben die Japaner damit das günstigste Produkt im Angebot.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Entwicklung der Playstation VR hatte Sony unter dem Namen „Project Morpheus“ begonnen und vor zwei Jahren auf der Game Developers Conference vorgestellt. Auf Messen wie der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas oder der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin konnten Besucher Prototypen begutachten und ausprobieren. Wir haben damit auf der diesjährigen CES für zehn Minuten „The London Heist“ gespielt. Um einen Eindruck zu bekommen, wie sich das anfühlt, hier das Video mit einem anderen CES-Besucher:

          CES 2016 : Mal die Welt einfach hinter sich lassen

          Laut Sony hat man den Marktstart der Playstation VR so lange hinausgezögert, damit auch entsprechend viele Inhalte zur Verfügung stehen. So arbeiteten zurzeit über 230 Spieleentwickler und Anbieter an zirka 160 Inhalten für die VR-Brille. Bis zum Verkaufsstart, spätestens bis Ende des Jahres, sollen dann 50 Spiele erhältlich sein. Die Playstation VR hat zudem einen „Kino-Modus“, sodass auch Filme in 360-Grad-Anmutung geschaut werden können.

          Noch ein Wort zu den technischen Daten: Das Headset wiegt 610 Gramm und hat ein Oled-Display in einer Größe von 5,7 Zoll mit einer Auflösung von 1920 x 1080. Die Bildwiederholrate beträgt 120 Hertz. Schnittstellen sind HDMI und zwei analoge Audio-Ausgänge. Als „Rechner“ dient eine Playstation 4, die etwa 350 Euro kostet.

          HTC und Oculus kosten mehr

          Erst vor knapp einem Monat hatte HTC auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona verkündigt, dass seine VR-Brille für Lieferung im Frühjahr vorbestellt werden kann. In Deutschland wird die Vive 899 Euro kosten. Das Set ist vergleichbar mit der Playstation VR: Es besteht aus der Brille, zwei kleinen Basestations, die die Position des Nutzers tracken, und zwei Controllern, die man in Spielen als Hand, Waffe oder anderes einsetzen kann.

          Im Unterschied zur Playstation VR braucht man noch einen Computer, um die Brille nutzen zu können. Genaue Hardware-Voraussetzungen gibt HTC (noch) nicht an, aber in Barcelona wurde ein Intel-Prozessor i5 genannt und eine Nvidia Geforce GTX 970. Die Grafikkarte ist wohl am wichtigsten für ein reibungsloses VR-Erlebnis.

          Oculus hatte als erster Anbieter von VR-Brillen auf der CES in Las Vegas angekündigt, dass seine „Rift“ nun auch für Endkunden auf den Markt kommt. Und zwar zu einem Preis von 699 Euro. Oculus hat zirka 30 Inhalteangebote auf dem Markt, die für die Rift geeignet sind.

          Weitere Themen

          Vietnam will es Vin und Fast

          Neue Premium-Automarke : Vietnam will es Vin und Fast

          VinFast ist eine neue, vietnamesische Automarke. Sie gehört einem Selfmade-Milliardär, der sich den ehemaligen Opel-Chef Lohscheller ins Team geholt hat. Im Angebot sollen ausschließlich Elektroautos stehen.

          Ohne Lösungen

          Schlusslicht : Ohne Lösungen

          Es fehlt an Grünstrom. Wie die Lücke ohne Atomenergie geschlossen werden soll, bleibt das Geheimnis der Ausstiegspolitiker.

          Mit aufrechtem Blick

          Ford Explorer : Mit aufrechtem Blick

          Ladestandorte, Zeiten, Protokolle: Das hauseigene Infotainmentsystem im großen Ford Explorer unterstützt viele Dienste rund ums Laden des Plug-in-Hybrids und zeigt sich in ungewöhnlichem Format.

          Topmeldungen

          Paul Ziemiak, Tilman Kuban und Hendrik Wüst beim „Deutschlandtag“ der Jungen Union am 16. Oktober in Münster

          Imagewandel der Jungen Union : Konservative in Sneakern

          Die Junge Union ist auf der Suche nach einer neuen Außendarstellung. Manche ihrer Mitglieder wollen die Rhetorik abrüsten und den Kleidungsstil ändern. Aber wofür stehen die Jungkonservativen?
          Joshua Kimmich wollte sich bislang noch nicht impfen lassen.

          Corona-Impfung im Profifußball : Kimmich und der Preis der Freiheit

          Joshua Kimmich wollte sich bisher nicht gegen Corona impfen lassen. Für Kritik daran gibt es gute Gründe. Und der Imageschaden für Kimmich wird deutlich größer sein als jeder mögliche Impfschaden, der ihm droht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.