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Microsoft Fall Creators Update : So schützt das neue Windows vor Erpressern

Es wird schwieriger für Kriminelle. Bild: Microsoft

Mit dem jüngsten Update bringt Microsoft viele Verbesserungen in sein Betriebssystem. Einen Blick sollte man auf jeden Fall auf das neue Windows Defender Security Center werfen.

          Windows 10 bekommt seit Mitte Oktober ein nächstes großes Update. Die neue Version mit der Kennziffer 1709 ist die fünfte Version von Windows 10 seit 2014. Die Hauptkennziffer 10 bleibt, wichtig ist also die Zusatzzahl. 1709 steht für den September 2017. Ob man dieses neue Update mit der Bezeichnung „Fall Creators Update“ schon erhalten hat und welches Windows 10 auf dem eigenen Rechner läuft, das sieht man unter Einstellungen, System und Info. Auch dieses jüngste Update ist gratis und wird sukzessive verteilt. Wir haben den Vorgang auf vier Rechnern begleitet. Auf unserem wichtigsten PC brach er mehrfach ab. Das ist jedoch kein Anlass zur Verzweiflung. Einige Tage später probierte Windows es abermals, und diesmal lief alles glatt. Man stelle sich darauf ein, dass der Rechner eine Stunde oder länger durch die verschiedenen Stufen der Aktualisierung geht.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Einen Blick sollte man anschließend auf das neue Windows Defender Security Center werfen. Die Abwehr von Schadsoftware wurde deutlich verbessert. Viele Fachleute raten dazu, sich jetzt ein für alle Mal von Drittanbieter-Schutzsoftware zu verabschieden: Kaspersky oder Mc-Afee oder G-Data also löschen, die hauseigene Microsoft-Lösung reicht aus. Zumal Windows nun erstmals einen Schutz gegen Erpressungs- und Verschlüsselungstrojaner bietet.

          Man muss ihn manuell aktivieren: Unter „Viren und Bedrohungsschutz“ die Einstellungen wählen und dann den überwachten Ordnerzugriff einschalten. Unter geschützte Ordner sieht man selbige, eigene Verzeichnisse lassen sich schnell hinzufügen. Wenn jetzt zum Beispiel mit dem Bildbetrachter Xnview ein Foto gelöscht werden soll, wird dies zunächst verwehrt. Man muss für dieses Programm, das man selbst als vertrauenswürdig einstuft, eine Ausnahmeregel festlegen. Das ist nur einmal erforderlich. Ob damit nun der Ransomware die Zähne gezogen sind, muss sich zeigen. Interessant ist die Funktion allemal.

          Sodann praktisch und sofort als Vorteil erkennbar: Mit dem Herbst-Update kehrt die Platzhalter-Funktion des hauseigenen Cloud-Speichers Onedrive zurück. Man kann auf diese Weise auf dem Windows-10-Rechner alle Onedrive-Dateien einsehen, ohne dass sie aufs Gerät geladen sein müssen – und Speicherplatz einnehmen. Erst wenn eine Datei gebraucht wird, lädt sie Onedrive nach und stellt sie dem betreffenden Anwendungsprogramm zur Verfügung. Über ein Icon, das unten links am Dateisymbol klebt, ist zu erkennen, ob die Datei physisch auf dem Rechner gespeichert ist (grüner Haken) oder sie nur in der Cloud liegt (Wolke). Mit einem Doppelklick wird sie geladen und geöffnet.

          Alle Änderungen werden anschließend mit der Cloud synchronisiert. Die Platzhalter-Funktion ist um so sinnvoller, je kleiner die Festplatte oder SSD des Rechners ist. Dergleichen gab es übrigens schon in Windows 8. Mit der ersten Version von Windows 10 wurde dieses kluge System jedoch gestrichen. Interessante Details: Der Browser Edge kann nun markierte Textpassagen vorlesen, hilfreich für Sehbehinderte. Und er eignet sich als Lese-App für elektronische Bücher im Epub-Format.

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