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Wordpress & Co. : So baut man schnell eine Homepage

Mehr Flexibilität versprechen Content-Management-Systeme (CMS), mit deren Hilfe man Websites Stein auf Stein errichtet: Seiteninhalte, die Navigation auf der Gesamtseite, Suchfunktion, Seitengerüste wie Kopf- und Fußzeilen, das Layout und Design sowie Multimediales lassen sich vollkommen unabhängig voneinander verwalten und bearbeiten. Funktionalität, Form und Inhalt ergeben zwar ein Ganzes, aber in den Teilbereichen bleibt man flexibel und modular, Spezialisten bearbeiten ihre jeweiligen Aufgabenbereiche, Inhalt und Optik sind getrennt.

Ein beliebtes deutsches Programm ist seit mehr als zehn Jahren „Web to Date“, das bis Ende März von Data Becker vertrieben wurde. Nun hat der Düsseldorfer Softwareverlag seine Geschäftstätigkeit eingestellt und Programmierer Thomas Henrichs die Rechte an seiner Software zurückerhalten. Mit Web to Date können Laien ohne Programmierkenntnisse sehr anspruchsvolle Websites erstellen. In der aktuellen Version 8 wird HTML 5 für aufwendige dynamische Präsentationen (ohne Flash) sehr tiefgreifend unterstützt. So flexibel Web to Date in seinen Details auch sein mag, liefert es stets einen eher statischen Internetauftritt. Zwar kann man eigene Inhalte einpflegen, aber es bleibt im Kern ein schöner Baukasten für Internetseiten, die sich nicht jeden Tag ändern. Zudem kann man seine Netzpräsenz nur an jenem Windows-PC pflegen, der die Software mit Kopierschutz und Produktaktivierung aufgespielt hat. Änderungen werden lokal vorgenommen und anschließend mit FTP auf den Server hochgeladen.

Themes hübschen das Layout auf

Für einen modernen Auftritt, der überall und jederzeit, selbst unterwegs im Internetcafé, aktualisiert werden soll und sowohl das kleinste Blog wie auch die größten Nachrichtenseiten der Welt tragen kann, kommt vorzugsweise WordPress zum Einsatz. Die freie und quelloffene Software wurde früher überwiegend von Bloggern eingesetzt und kommt mittlerweile auch bei kommerziellen Auftritten (etwa techcrunch.com) als Publishing-System zum Einsatz. WordPress gibt es seit zehn Jahren, und es läuft plattformunabhängig. Hat man, wie oben beschrieben, eine Domäne mitsamt Web-Hosting erworben, lassen sich alle weiteren Schritte in Eigenregie erledigen, und man bleibt mit einem WordPress-System so unabhängig, dass sich später zum Beispiel der Web-Hoster problemlos wechseln lässt.

Der Anfang ist stets die WordPress-Installation auf dem eigenen Server. Sie kann in fünf Minuten bewältigt sein - oder Hilfestellung erfordern. Der Web-Hoster ist der erste Ansprechpartner. Oft bietet er eine Installation „ab Werk“ an. Andernfalls müssen nur die Programmdateien, die man von wpde.org lädt, mit dem FTP-Protokoll auf den Server geschickt und einige Pfade angepasst werden. Kein Hexenwerk, aber mancher bekommt feuchte Hände. WordPress-Profis gibt es zuhauf, und es lohnt sich, auf die Preise für Beratung und Einrichtung zu achten. „Die Technik ist leicht beherrschbar. Wichtiger sind die Grundüberlegungen für Präsentation und Inhalte, hier lohnt eine gute Beratung“, sagt der WordPress-Experte Marco Ripanti von 42 Medien in Weinheim, der Dutzende von namhaften Web-Auftritten betreut.

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