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Smartwatches im Test : Die Zeit läuft

  • -Aktualisiert am

Die Pebble bleibt im Kern jedoch eine klassische Smartwatch mit Hinweisen auf neue Nachrichten, mit Musiksteuerung und Kalenderanbindung, vielen zusätzlich installierbaren Zifferblättern und Apps. Sie arbeitet mit dem iPhone und mit Androiden zusammen, auf Umwegen auch mit einem Blackberry. Nur unter Android lässt sich jedoch die Spracherkennung nutzen, die es erlaubt, Mails oder Whatsapp-Nachrichten zu beantworten. Weitere Pluspunkte der Pebble sind ihre langen Akkulaufzeiten zwischen drei und fünf Tagen, dass sie bis 30 Meter wasserdicht ist und ein permanent anzeigendes E-Ink-Display hat, das nicht erst durch einen Knopfdruck oder eine Armbewegung aktiviert werden muss.

Die transflektive Anzeige bietet jedoch nur 64 Farben auf 144 × 168 Pixel. Man ahnt es schon: Die Inhalte wirken grob gepixelt, und die Bediensoftware spielt mit dieser Einschränkung, indem sie Symbole und Menüs in einem Retro-Look präsentiert, den man lieben muss. Retro ist auch die Anmutung im Stil älterer Casio-Uhren. Weniger wohlwollend, erscheint die Uhr vom Armband über das Gehäuse bis hin zum Glas als billig. Der Preis von 250 Euro ist für das Gebotene entschieden zu hoch.

Forerunner: Laufuhr und Fitnesstracker

Der Forerunner 225 von Garmin ist Laufuhr und Fitnesstracker. Er verzichtet auf Push-Nachrichten, überträgt die erfassten Trainings- und Aktivitätsdaten aber automatisch via Bluetooth in die Garmin Connect Mobile App, die auf dem Handy installiert werden kann. Alternativ können die Werte auch über das Onlineportal Garmin Connect hochgeladen werden. Garmin setzt mit dieser Uhr ebenso wie die Apple Watch auf Herzfrequenzmessung direkt am Handgelenk. Ein an der Rückseite der Uhr integrierter optischer Sensor von Mio ermittelt den Puls mittels Lichtstrahl.

Während einer Trainingseinheit wird die Herzfrequenz kontinuierlich aufgezeichnet. Ist der Trainingsmodus nicht aktiviert, kann die aktuelle Herzfrequenz dennoch jederzeit per Knopfdruck abgefragt werden: sie wird angezeigt, jedoch nicht aufgezeichnet. Mit GPS sowie einem Beschleunigungssensor ausgestattet, zeichnet der Forerunner 225 sowohl bei Outdoor- als auch bei Indoortraining Distanz, Geschwindigkeit und Schrittfrequenz auf. Zudem gibt es einen Activity Tracker, der Schritte und verbrauchte Kalorien zählt sowie den Schlaf mit unterschiedlichen Schlafphasen aufzeichnet und bei zu langer Inaktivität während des Tages zu mehr Bewegung auffordert. Nicht über die Uhr, aber via App lassen sich auch andere Aktivitäten wie beispielsweise Radfahren nachträglich zuordnen, so dass eine sportartspezifische Auswertung möglich ist.

Die Herzfrequenzmessung ist zuverlässig im direkten Vergleich mit der Messung über den Brustgurt, sofern man die Uhr wirklich fest am Handgelenk trägt. Sobald sie etwas herumrutscht, werden die ermittelten Werte nicht nur ungenau, sondern sogar hin und wieder unrealistisch. Farbdisplay und Menüführung sind angenehm, die Displayanzeigen leicht ablesbar und der Tragekomfort trotz Größe und Dicke der Uhr auch am Frauenhandgelenk gut. Der Forerunner 225 bietet dem Hobbysportler viel, auf Smartwatch-Funktionalitäten muss er allerdings verzichten.

Wer eine Kombination aus Profisportuhr und Smartwatch wünscht, wird eher zur Fenix 3 von Garmin greifen, die wir hier im Mai vorgestellt hatten. Sie ist hochwertiger verarbeitet ist, bietet detaillierte Auswertungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Sportarten und ermöglicht Push-Nachrichten. Der Preis macht allerdings den Unterschied: Das Profigerät startet mit 450 Euro, der Forerunner 225 ist indes schon für 300 Euro erhältlich.

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